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shitpiece.records
Titel: 09.07. // Arbeiter_innen gegen die Arbeit? @ Cafe Prost  BeitragVerfasst am: 25.06.2012, 21:07 Uhr



Beiträge: 93

Arbeiter_innen gegen die Arbeit?

Diskussionsabend
Montag, 09. Juli 2012
Cafe Prost
Gartengasse 28, 8010 Graz
Beginn: 19 Uhr


Wir wollen nach unseren letzten beiden Veranstaltungen: »Linke Betriebsinterventionen in den 70ern« und »die (Griechenland-)Krise« weiter diskutieren: Lieben die Arbeiter_innen die Arbeit? Jede_r, der oder die schon mal gearbeitet hat, weiß die Antwort: Nein!

Historisch haben die Arbeiter_innen immer so gut es geht gegen die Arbeit gekämpft – praktisch produzieren wir mit immer weniger Arbeit immer mehr Gebrauchswerte; das Kapital ringt verzweifelt mit diesen Widersprüchen (Krise). Theoretisch ist Arbeit eine zwanghafte, fremdbestimmte Tätigkeit. Wir machen sie nicht freiwillig. Wir haben kein »nationales Interesse« und das Wachstum ist uns auch egal.

Trotzdem gehen täglich Milliarden zur Arbeit, fürs Studium, für den Urlaub, »ums besser zu haben«, um die Mieten und Schulden zu bezahlen, in die Fabriken, Gewerbeparks und Sozialeinrichtungen, … – zu Zeiten, wo es auf Dauer für den Körper, für Beziehungen und Freundschaften unerträglich ist. Der Druck von oben ist enorm, wir werden krank. Der Lohn ist so niedrig, dass man kaum über die Runden kommt – anderen hingegen zahlen sie »Rekordprämien«. Sie reden uns ein, dass die Technologie zur Erhaltung des Arbeitsplatzes eingesetzt wird (»Wettbewerbsfähigkeit«, »Standortsicherung«), tatsächlich aber geht es den Chefs nur darum, dass wir nicht zusammenhalten. Sie trennen uns und wollen uns aus der Produktion entfernen, weil sie dort am verwundbarsten sind. Eine Welt ohne Arbeiter_innen wäre für die Kapitalisten wünschenswert, ist aber nicht möglich.

Die Gewerkschaften fordern Arbeitszeitverkürzung, in den jetzt schon stattfindenden sowie in den kommenden Auseinandersetzungen um Fabrikschließungen, Einsparungen und Entlassungen geht es aber um mehr: Nicht »Konzepte« für den Erhalt der Arbeitsplätze sind gefragt, sondern eine revolutionäre, kollektive Macht, um die ganze Gesellschaft zu verändern. Ein Blick in die vergessene und verdrängte Geschichte des Kampfs gegen die Arbeit durch die Arbeiter_innen selbst – abseits der gewerkschaftlichen Logik – hilft uns, so eine Macht (wieder-)zu entdecken.
 
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shitpiece.records
Titel:   BeitragVerfasst am: 05.07.2012, 12:24 Uhr



Beiträge: 93

montag!
 
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mk
Titel: ...  BeitragVerfasst am: 09.07.2012, 13:10 Uhr



Beiträge: 79

heut abend!
 
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