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Artikel 

geschrieben von: lesnegres am Freitag, 28. April 2006, 23:00 Uhr ||| 1905 Aufrufe


Wegen grossen Erfolgs von LES NEGRES. Eine Clownerie verlaengert das Collective Les Negres seine Auffuehrungen in der Studiobuehne der Grazer Oper noch vor der Europatournee!

Das austro-afrikanische Schauspielensemble Collective Les Nègres nimmt erneut Aufstellung zu einer Konfrontation zwischen Schwarz und Weiß und spielt:

LES NÈGRES. Eine Clownerie
In der dreisprachigen Inszenierung von Karl Welunschek


Genets Clownerie spielt mit gesellschaftlichen Rollenbildern und Machtstrukturen aus einer unvermuteten Perspektive. Der Neger entpuppt sich als fiktive Schauspielfigur, die dazu dient, vor einer weißen Mehrheit eine Vorstellung aufrecht zu erhalten, um im Kreis der Ausgeschlossenen frei zu sein.

„Damit Sie aber ruhig und bequem auf Ihren Stühlen sitzen bleiben können, auch angesichts des Dramas, das sich hier oben abspielt, damit Sie sichergehen, dass dieses Drama nicht etwa in Ihr eigenes, kostbares Leben eindringt, so werden wir die von Ihresgleichen gelernte Höflichkeit besitzen, die Verständigung unmöglich zu machen. Die uns ursprünglich schon voneinander trennende Distanz vergrößern wir durch unsere Prahlerei, unser Benehmen, durch unsere Frechheit – denn wir sind auch Komödianten.“
Archibald in Jean Genets Les Nègres

Die fingierte Inszenierung eines mörderischen Opferrituals an einer weißen Frau, soll zu einem gerichtlichen Tribunal führen. Die „Neger“ nutzen die koloniale Sozialstruktur als Rahmen für ihren Kampf um Anerkennung als Individuen. Das gewaltsame Spiel ist nur eine Reflektion unserer Zivilisation. Nach und nach kommen persönliche Gefühle der „Neger“ in den Vordergrund, die rituellen Regeln werden diskutiert und die permanente Erfüllung des homogenen Bildes vom brutalen, emotionslosen, tierischen Kannibalen droht zu zerbrechen. Im Zentrum lenkt ein leer stehender Katafalk die Aufmerksamkeit auf sich.

Flexibilität und Unabhängigkeit sind der besondere Bonus, mit der eine freie Theatergruppe ein Zusammenwirken von Kunst und Öffentlichkeit, der schwarzen Community und Politik, Wirtschaft und sozialen Einrichtungen, sowie Geschichte und Zukunft forcieren kann. Somit steht das Collective Les Nègres für ein im deutschsprachigen Raum einzigartiges Ensemble. Ausgehend von Graz soll dieses anspruchsvolle Kunst-/Kulturprojekt als österreichisches Exportprodukt auf gesamteuropäischer Ebene verwirklicht werden. Jedes Jahr wird das Ensemble der ARGE Collective Les Nègres eine Theaterproduktion vorbereiten, die anschließend in einem Europa, das die Rassenkonflikte der USA nur aus der Entfernung wahrgenommen hat, auf Tour geht.

Unter der Hervorhebung des Live-Charakters, des Hier-und-Jetzt einer Theateraufführung, wird die aktive Teilhabe an einem gesellschaftlichen Prozess versucht, dessen Basis Kommunikation ist. Dem Ungenügen der bürgerlich-modernen Guckkastenbühne wird face-to-face-communication entgegengesetzt. Die Aufführung gibt Gelegenheit zur kollektiven Selbstbetrachtung. Auch aus dem Grund der Authentizität besteht das Theaterkollektiv aus einer Mischung von Professionisten und semi-professionellen Mitwirkenden der schwarzen Community und ergibt ein multi-linguales Destillat der individuellen Potentiale, um eine aktuelle Bestandsaufnahme soziokultureller Verhältnisse zu filtern und bestehende Missverhältnisse sichtbar zu machen. Über die Vereinigung der Künste wird durch die fiktive Situation und ihre handelnden Figuren angeregt, gemeinsam über Fragen nachzudenken, die aktuell zur Diskussion stehen.

"Wer sich konventionelles Komödiantentum erwartet, liegt beim sperrigen Verwirrspiel ebenso schief wie fromme Pilger in Gutmenschen-Mission." Kleine Zeitung, 25.3.2006

"Für den 1959 in Paris uraufgeführten Einakter [...] engagierte Welunschek teilweise Mitglieder der African Community von Graz. Sie spielen das Stück über Rassismus, Machtspiele und Pauschalurteile mit grosser Überzeugungskraft und Rasanz. [...] Durch den Einsatz semi-professioneller, aber äusserst professionell agierender Darsteller entstand eine weitere Ebene im Spiel über Fiktion und Realität: Man spielt Leben. Das Ensemble spielt über die drei Sprachen hinweg einen mitunter nicht gerade leichten Text mit Leichtigkeit. Klar und witzig wirft man sich Jean Genets Saetze zu." Der Standard, 27.3.2006

"Es ist absolutes Living Theatre, jeden Abend wird Neues passieren. Hier spielen keine Laien, hier agieren unglaubliche Naturtalente, die voll im Stück aufleben. [...] Ich versuche, quasi als Alchimist, den sozialen Dreck zu vergolden. Das Stück bietet oft angefeindeten Menschen die Möglichkeit, wieder Würde zu erlangen, und sei es nur für Stunden." Karl Welunschek, Künstlerischer Leiter


Aufführungen:
Freitag, 5. Mai 2006
Samstag, 6. Mai 2006
Freitag, 12. Mai 2006
Samstag, 13. Mai 2006


jeweils um 19.30 Uhr in der Studiobühne der Grazer Oper (Eingang Girardigasse)

Erreichbarkeit:
Mit den Straßenbahnlinien 1 und 7 oder mit den Autobuslinien 30, 31 und 39 (Station Kaiser Josef Platz)

Tickets zu 12 ¤ / 7 ¤ ermäßigt erhalten Sie an der Theaterkasse der Theaterservice Graz GmbH
Kaiser Josef Platz 10, 8010 Graz; Mo-Fr 9:00 – 18:30 Uhr, Sa 9:00 – 13:00 Uhr
Tel.: +43-316-8000, Fax: +43-316-8008 1565
Email: tickets@theater-graz.com
CAST:
Ike Nkwocha, Benjamin Itene, Okezie Agba-Okeke, Sunday Okonkwo, Evelyn Franz, Anita Asante, Clarisse Luntadila, Joyce Ayoam, Pauline Mwangi, Charlie Avanrenren, Ugochukwu Iwueze, Marc Arthur Karenzo, Nosa Oriaikhi

REGIE: Karl WELUNSCHEK
BÜHNE: Gerhard FRESACHER
MUSIK: Anna SCHAUBERGER
DRAMATURGIE: Brigitte SWOBODA

Nähere Informationen unter:
www.collective.lesnegres.com


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