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Artikel 

geschrieben von: koax am Mittwoch, 25. Juni 2014, 10:01 Uhr ||| 3096 Aufrufe


hella comet_bandfoto

Hella Comet ist eine Band, '>Wild Honey' heißt ihr letztes Jahr erschienenes Longplayeralbum, zum Interview gebeten habe ich Lea Sonnek (Bassgitarre und Gesang) und Franz Wolfgang Gurt (Gitarre).

----------------------------- (*gekürzte Version, das gesamte Interview kann man auf helve.org nachlesen.) -----------------------------

Helve: Ihr habt Ende letzten Jahres euer aktuelles Album 'Wild Honey' herausgebracht und nach eurem ersten Album 'Celebrate Your Loss' aus dem Jahre 2010 klingt es mehr nach Pop. Keine Nummer dauert länger als acht Minuten und die Instrumentalparts sind auch kürzer ausgefallen, war das Absicht?

Franz: Ist beim Machen so geworden. Und mit Pop hab ich ein Problem, da Pop-Musik im Moment ziemlich scheiße ist, also wenn man uns mit Pop vergleicht, dann hat das nichts mit uns zu tun.

Lea: Also, weiß ich nicht, das beurteilen ja die anderen…

Franz: Ich glaub, wir denken nicht in solchen Kategorien, oder ob es wild oder weniger wild geworden ist. Die Lieder haben wir so aufgenommen, und bei den Konzerten ist es dann wieder anders. Wir sind da ohne großes Konzept ran gegangen.

Helve: Wie ist eure Arbeitsweise, wenn ihr an eine Nummer rangeht, ist das viel Stückwerk oder entsteht eine Nummer teilweise einfach aus einer Emotion heraus?

Lea: Bei dem Album war eigentlich jede Nummer anders, kann man sagen.

Franz: Wie beim alten Album aber auch. Wir jammen an Ideen, bis wir eine ungefähre Form gefunden haben. Das wird in einer Version mal aufgenommen, bis wir langsam wissen, wohin es geht. Wir recorden meist live ohne Klick. Vor allem die Basics werden immer live aufgenommen.


Helve:Lea, mir ist vorgekommen, dass du auf diesem Album mehr singst als auf dem letzten?

Lea: Ja, das kann sein. Da gab es so Situationen, wo wir dachten, da fehlt ja noch was... bei dem Stück, da fehlt noch Stimme... Wir haben aber eigentlich mehr Stücke aufgenommen, als auf dem Album sind. Da waren auch Instrumentalstücke dabei, da hat es keine Stimme gebraucht.

Helve: Du wolltest etwas dazu sagen, dass der Titel „Wild Honey“ eure Arbeitsweise beschreibt…

Lea: Ja, das vorletzte Album hatte eine Aussage und das war Gesamtkonzept, und diesmal war die Idee, es frei zu lassen. Wild ist ja nicht im Sinne von 'Gemma Gas' gemeint. Wir haben bei der Produktion gespürt, dass wir alles zulassen wollten. Wir haben vieles, und wenn es auch viel Arbeit war bei manchen Liedern, probiert. Für mich ist wild ungezwungen, unbeschnitten, wie wilde Tiere, die nicht in einen Käfig passen, im Sinne von; man darf sein, wie man is´..

Franz: Wir machen halt das, worauf wir gerade Lust haben, und dann stressen wir uns auch mal, innerhalb von 2 Wochen eine Kassette zu veröffentlichen.

Helve: Das Album bekam ja, was man so im Netz lesen konnte, ziemlich gute Kritiken. Ihr habt beim Groningen Festival gespielt, und ihr seit auch für den Amadeus Award vornominiert gewesen. Fühlt man sich durch so etwas geehrt? Oder macht das alles schwieriger? Seht ihr in FM4 nach wie vor einen Katalysator für die österreichische Musikszene?

Franz: Es gibt bei FM4 zwei, drei, vier Leute, die unsere Sachen auch mögen und die spielen das in ihren Sendungen.

Lea: Es gibt ein paar Leute die schon relativ oft österreichische Bands spielen. Ich hab auch unlängst gelesen, dass es das erste Mal der Fall war, dass gleich zwei österreichische Bands in den Charts waren. Ist schon gut, dass es FM4 gibt.

Franz: Also wie wir mal zur selben Zeit in den Sendungen „Heartbeat“ und „House of Pain“ gespielt worden sind, war das schon eine Ehre für uns. Da diese Sendungen zwei ziemlich konträre Gitarrenmusiksendungen sind, hat das das für uns ganz gut getroffen.

Helve: Und sucht ihr euch eure Kommunikationskanäle im Zeitalter von Soundcloud oder Facebook aus und macht es das ganze leichter oder doch umständlicher? Im Sinne von präsent sein, mein ich.

Lea: Wir sind so eine kleine Band und wir haben keinen Agenten oder ein großes Label. Als wir in Groningen (Europoäisches Musikfestival) waren, haben wir so richtig gemerkt, was das für eine Maschinerie ist. Wenn du als Band auf vielen Festivals spielen willst, dann musst du dir einen Agenten kaufen und der kauft dir die Festivals und das ist ein Business wie überall anders auch. Und das ist eigentlich erschreckend und holt einen ganz schön runter. Ich hab nach Groningen schon ein wenig die Krise bekommen und dachte mir, „Hey ich geh jetzt wieder auf die Straße singen und es ist mir eigentlich scheißegal, ob ihr mich hört oder nicht, es ist mir einfach wurscht“. Ich mach mein Ding und der Rest ist mir egal. Andererseits erhält man damit gewisse Möglichkeiten. Sonst muss ich arbeiten gehen, damit ich ein Konzert spielen kann.


Helve: Ihr postet auch öfters auf Facebook…

Lea: Ja, wir wollen ja auch spielen.. und die Leute sollen uns nicht ganz vergessen. Ich will ja eigentlich gar keine Facebook Seite haben, eigentlich muss man das boykottieren… Aber andererseits haben wir auch so wieder Kontakt bekommen… (meint mich - Anm. d. Verfassers)

Franz: Manchmal macht das Raufstellen von Inhalten auch Spaß. Man muss nur aufpassen, dass man nicht zu sehr reinkippt. Solang es Spaß macht, da ein bisschen rumzuklicken und was raufzuladen und es sich um unsere eigenen Inhalte handelt, ist es okay. Die persönliche Ebene ist uns aber noch immer am wichtigsten. Wir bringen Musik raus auf Labels, die wir persönlich kennen. Wir spielen am liebsten bei Konzerten, wo wir Leute persönlich kennen, oder zumindest eine Ahnung haben. Man muss schauen, ob´s passt, für die Leute und uns selber.. Wenn man viel Lust hat, fährt man eben nach Polen oder Mailand oder so.

Lea: Wir haben aber auch viele Fans, die keinen Facebook Account haben. Wir haben aber auch gerade eben keine große Website. Man kann aber Kontakt herstellen über die Webseite.

Lea: Wir nehmen ja nicht mal jede Fan-Anfrage auf Facebook an. Das musst du dir mal vorstellen, als Band geht das ja fast nicht. (lacht)

Helve: Ihr seid also ein bisschen wählerisch…

Lea: Wir stehen uns gern selbst im Weg. (lacht wieder) Wir haben halt schon mal wo gespielt, wo wir ein bisschen Bauchweh gehabt haben, und das war einfach nur schrecklich. Wir sind halt keine Unterhaltungsband und wir fühlen uns auch nicht als Unterhaltungsband.

Helve: Wie stehts eigentlich mit dem Austausch mit anderen Bands?

Lea: Wir kommunizieren eigentlich viel mit anderen Bands. Wir fragen uns gegenseitig und beschimpfen uns auch mal. Bei Bands wie uns musst dir schon mal einen Proberaum oder eben auch Equipment teilen.

Helve: Gibt’s für euch in Graz eigentlich eine Location wo ihr gern noch spielen würdet?

Franz: Ja, überall dort, wo wir noch nicht gespielt haben. Und in Graz hat man dann immer wieder Hoffnung, dass doch noch was geht.

Helve: Danke fürs Interview.

Die aktuellste Veröffentlichung von Hella Comet 'TTMMM' gibt es bei Interstellar Records zu erwerben. | Hella Comet Webseite - http://hellacomet.mur.at/
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Das gesamte Interview gibt es auf helve.org zum Nachlesen. LINK: Interview Hella Comet
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