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Artikel 

geschrieben von: koax am Sonntag, 10. September 2017, 08:12 Uhr ||| 278 Aufrufe


Lange erwartet, hat das Trio Melt Downer im Juni diesen Jahres sein Debütalbum veröffentlicht. Die Wahlwiener rund um den umtriebigen Sänger und Gitarristen Wolfgang Möstl spielen sich dabei in die inneren Hörorgane seiner HörerInnen.

Schon der Introtrack „Junkademy“ läßt Rückschlüsse zu wie es auf dem Album weitergeht. Die musikalische Richtung ist Noise Rock vom Feinsten, nie langatmig, nie langweilig, immer vertrackt, immer wieder ohrenbetäubend erfrischend. 2 Jahre haben die drei Protagonisten, Florian Giessauf, Wolfgang Möstl und Mario Zangl bei Konzerten lediglich improvisiert um sich dann ihrem ersten Studioalbum zu widmen. Dabei wurde nichts dem Zufall überlassen. Die Band hat vom Studio Recording bis zum Artwork alles selbst gestaltet. Live ist die Band sehr druckvoll, ein echter Geheimtipp, haben sie sich doch schon längst eine Fangemeinde erarbeitet. Die Vocals das Sängers erinnern an die Anfangszeiten der Liars, manche Gitarrensolis wirken sehr psychodelisch während Bass und Schlagzeug den Groove halten. „Sri Lanka“, Nummer 7 auf dem Album, ist ein neunminutiger Track der die Möglichkeiten eines musikalischen Storytellings aufzeigt und erinnert in seiner Poesie an die Anfangszeiten eines Chick Corea. White Gathering wirkt dagegen in seiner Entfaltung wie eine gut gemachte Oldschool-Punk Nummer. Das Element der Wiederholung spielt bei Melt Downer auch eine tragende Rolle ohne den Hörer/die Hörerin in einer Endlosschleife hängen zu lassen. Vielmehr möchte man immer wieder seinen Kopf zur Musik bewegen, die Anlage lauter stellen ohne auf Nachbarn Rücksicht nehmen zu müssen. Auch Kritiker sind begeistert von der erfrischenden Note, die das Album wiedergibt. Oliver Schröder von neolyd.com findet sogar, dass Melt Downer mit ihrem Album […] nicht weniger als die Poesie des Krachs neu erfunden […] haben.

Melt Downer von Melt Downer ist bei Numavi Records erschienen. Vertrieb Hoanzl.


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