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internationale Politik - Rotcrowd #13 ist online!

Han-Do - 25.10.2008, 19:10 Uhr
Titel: Rotcrowd #13 ist online!
Nummer 13 der ROTCROWD // stadtblatt für selbstbestimmung in allen lebensbereichen ist da.
Noch bevor sie aus der Druckerei in Eure Hände und Postkästen gelangt, kann sie unter:
http://www.secarts.org/media/index.php?view=periodicals&id=57&
heruntergeladen werden.

Schwerpunktmäßig setzt sie sich mit dem Imperialismus auseinander - es finden sich Artikel zur Militarisierung der EU, dem Afghanistankrieg und der imperialistischen Hetze gegen die VR China. Weiters enthält sie eine Einschätzung zur "Abschaffung" der Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen, eine Darstellung des Kampfes gegen NBI an der Meduni Graz sowie einen Bericht über den Rechtsextremen Olympen Martin Graf, der Nationalratspräsident werden soll.

Viel Freude beim Lesen!

P.S.: Ein Gratis-Abo kann unter rotcrowd@hotmail.com bestellt werden.
migraineboy - 25.10.2008, 19:48 Uhr
Titel:
mir fehlen die worte..

was für verblendete trottel seid ihr eigentlich? wie kann sich jemand der vorgeblich humanistische werte hochhält hinter China stellen. ihr seid nicht mehr ganz bei sinnen. widerlich und tiefstes niveau.

hey hab ne idee, wieso schreibt ihr in euer nächsten ausgabe nicht dass der holocaust nicht stattgefunden hat und eine erfindung der juden ist? würde zu diesem scheissblatt passen.
Murbua - 25.10.2008, 21:36 Uhr
Titel:
ich bin schon schockiert wenn nur die hälfte von dem stimmt, was tibeter chinesischen privatpersonen laut dem artikel angetan hätten - 25 tote!

trotzdem kommt mir china vor wie eine riesige fabrik - ich würd mich auch dagegen wehren so leben zu müssen
Han-Do - 27.10.2008, 08:22 Uhr
Titel:
Lieber migraineboy!

Vielleicht bist Du ja geneigt, Deine Meinung auch in einer Diskussion zu untermauern:
http://g24.at/PostCalendar-30-10-2008-event-6040.html
Dann würd ich an Deiner Stelle aber eher auf Argumente (sofern Du welche haben solltest), als auf unflätige Sprache setzen, weils nicht nur besser ankäme sondern auch eine Diskussion ermöglichen würde.
migraineboy - 27.10.2008, 09:08 Uhr
Titel:
schau ich mein es ist ja wirklich offensichtlich was da in euren hirnen vorgeht.

ihr seid kommunisten.
china ist die letzte klassisch kommunistische großmacht.
kommunisten sind gegen religionen.

dalai lama ist ein religionsführer.


da gibts nicht mehr viel zu diskutieren, ihr versucht halt eure felle vorm wegschwimmen zu bewahren und dass es schlechte kommunisten sowie gute kommunisten oder schlechte sowie gute religionen gibt ist euch ein bißchen zu hoch. für euch ist die welt schwarz/weiß. das verbindet euch mit dem gewöhnlichen faschisten.


wenn eure kritik nicht soooooooooooooo durchschaubar (siehe oben) wäre würde ich mich evtl auf eine diskussion einlassen aber so weiß ich schon wies ausgeht -> ihr seid verbohrt und beharrt auf eurer meinung, und eine diskussion kann nur geführt werden wenn beide seiten auch dafür offen sind sich überzeugen zu lassen (ich lass mich übrigens auch nicht überzeugen dass china ein menschenrechtsparadies ist) --------> siehe diskurs-ethik
Humpel - 27.10.2008, 12:39 Uhr
Titel:
Die problematik lässt sich doch ganz einfach auf ein zentrales thema reduzieren:
Das chinesische regime versucht mit allen mitteln eine informations und nachrichten-sperre über ihr wirken zu verhängen. Insofern kann ich jede regime-freundliche stimme die sich über die mangelhafte berichterstattung von westlichen medien beklagt nur belächeln. Gleichzeitig maßt sich der artikel natürlich an über die "ganze wahrheit" in china bescheid zu wissen, anstatt es einfach bei der prinzipiell berechtigten kritik an den medien zu belassen. Insgesamt höchst unglaubwürdig.

Dass der artikel aus einer objektiven, überparteilichen perspektive geschrieben wurde willst du mir hoffentlich nicht erzählen.

Edit: Im übrigen wundert es mich dann doch wie eine, ich nehme an, kommunistisch-idealistische zeitschrift, china das attribut "sozialistisch" andichten kann(bzw. warum sie gerade für china partei ergreift? Wo ist die relevanz zwischen china und kommunismus?!), dem westen dann "imperialismus" und das ganze zu einem moralischen grabenkampf "gute sozialisten gegen böse imperialisten" hochstilisiert...wuaa... china wäre dann wohl das erste land der erde, dass nicht seine egoistischen interessen mit allen mitteln verteidigt. HAHA.
migraineboy - 27.10.2008, 15:43 Uhr
Titel:
AIGHT
Han-Do - 28.10.2008, 12:32 Uhr
Titel:
Auch wenn ich mich gerne einer Diskussion gestellt hätte, was aber durch die präjudizierende Verallgemeinerung der Annahme, dass KommunistInnen (als Gesamtheit, nach dem begrenzt weltoffenen Motto: "alles a Nudl, a Teig") "verbohrt" wären und auf "unserer Meinung beharren" leider nicht möglich ist, wollte ich nur darauf verweisen, dass der von uns veröffentlichte Artikel nur ein Teil einer umfassenderen Arbeit ist, die unter: http://www.kaz-online.de/magazine.php?curl=cur&i=324 vollständig gelesen werden kann.

Zur meiner "Ehrenrettung" sei hier noch festgehalten, dass ich die mediale Repression in der VR nicht für gut befinde, aber sich in dieser Frage doch einiges an begrüßens- und vertiefenswerter Öffnung tut, wie auch die ORF-Korrespondentin in Beijing, Cornelia Vospernik festhält:
Zitat:
Das sozialistische China arbeitet an Dingen, die im Sozialismus eigentlich selbstverständlich sein sollten: Die Grundschule für Kinder auf dem Land wurde gratis, für Bauern gibt es eine Gesundheitsversicherung. Und innerhalb der Partei gibt es sehr wohl Diskussionen darüber, wie man die Strukturen demokratisieren kann. Die Zukunft wird den Chinesen mehr direkte Mitbestimmung geben.

Das ganze Interview findet sich unter: http://derstandard.at/Text/?id=1218534209952

Aber China krankt m.E. nicht nur einem Demokratie- und Meinungsfreiheitsdefizit, sonder muss sich auch vielen sozialen Problemen stellen, die mit der rasanten ökonomischen Entwicklung einhergehen. Dass in den vielfältigen Fragestellungen in der VR China viel mehr demokratischer Diskurs gegeben ist, als es in den ehemaligen sozialistischen Ländern Europas der Fall war, belegt - pars pro toto - eine Ausgabe der deutschen Zeitschrift "marxistische Blätter", in der hochrangige Chinesische Wissenschaftler zu Wort kommen und weit kritischer mit der chinesischen Gesellschaft ins Gericht gehen, als man uns hierzulande vorgaukeln will: http://www.neue-impulse-verlag.de/mbl/a ... d-408.html

Zu guter Letzt möchte hier noch zwei Zitate zum Besten geben:
1. um dem plumpen und unreflektierten Antikommunismus zu begegnen: "Der Antikommunismus ist die Grundtorheit unserer Epoche" (Thomas Mann)
2. um mit dem Begründer der kommunistische Weltbewegung alle Illussionen über eine vorgeblich monolithische, undialektische und eingeschränkte Weltanschauung der MarxistInnen zu zerstreuen: "De omnibus dubitandum" (Karl Marx).
migraineboy - 28.10.2008, 18:39 Uhr
Titel:
ach weißt du ich stehe dem kommunismus allgemein eigentlich sehr positiv gegenüber.

falls dus nicht gemerkt hast ich habe vor allem gegen china gewettert, aber was die aus der guten idee kommunismus gemacht haben ist zum speiben.

ich selbst stehe weiter links.
ct - 29.10.2008, 16:47 Uhr
Titel:
kopfwehbuberl, was soll der scheiß von wegen shoah? persönliche angriffe sollten ja hier am board unterbleiben, aber hast du während du die postings verfasst hast die luft angehalten? ein bisschen länger, als gesund ist vielleicht?
ich mach mir sorgen um dich! ist nicht gesund sowas. vielleicht jemand anderen aufschreiben lassen, was du sagen willst, dann kannst dich aufs atmen konzentrieren - und denken geht dann auch leichter.

bin mit der china-idealisierung, wie sie von manchem ksvler meiner meinung nach betrieben wird auch nicht einverstanden, hab das den betreffenden auch schon klargemacht und mir ihre meinung angehört. sich hinter unterstellungen zu verstecken und nur darüber zu schreiben, warum die angegriffenen nicht in der lage wären, dir zu antworten ist einfach nur kindisch und dumm. aber vielleicht ist das schon eine hinreichende beschreibung des buberls?
migraineboy - 29.10.2008, 17:37 Uhr
Titel:
kein problem du brauchst dir keine sorgen machen.

unsere atmung ist so konzipiert dass sie von selbst ohne nachdenken funktioniert. (außer in extremfällen wie opiat-overdose etc, aber das wäre nun zu abschweifend)

migräne ist auch nicht einfach klassisch kopfweh. kopfweh wird allerhand kleine wehwehchen bezeichnet wos dann halt im kopf weh tut. migräne ist einfach bisschen ganzkörpermäßiger.

aber der wichtigste punkt ist ja der dass sich leute die so scheisse schreiben meines erachtens ihr recht auf eine diskussion mit mir verwirkt haben, mit überzeugten nazis muss ich auch nicht diskutieren, was soll denn das bringen.

und die dalai lama kritik ist sooo durchschauber, das hat _NUR_ mit klassisch kommunistischer religionsfeindlichkeit zu tun.

Wenn ein Nazi sagt alle straffälligen Ausländr & Familie müssen sofort abgeschoben werden wird ein frei denkender Mensch auch durschauen können dass das nix mit Kriminalitätsbekämpfung sondern einfach nur blanker Ausländerfeindlichkeit zu tun hat.

Man kann viele Gründe vorschieben gegen etwas zu sein, aber zählen tut dann für mich nur der Urgrund.
nanni - 29.10.2008, 17:55 Uhr
Titel: sozialismus
nicht überall wo sozialismus draufsteht, ist sozialismus drin...

mich würde ja mal interessieren, was den am aktuellen china so sozialistisch sein soll? kann mir das mal jemand erklären? und bitte keine parteitagsbeschlüsse zitieren, sondern von den realen verhältnissen aus argumentieren.
in den metropolen ist´s wohl viel mehr eine kapitalistische modernisierungsdiktatur. klar auf dem land gibt es noch kollektiveigentum, usw. aber wenn das der ganze sozialismus war, ist das china von heute noch am ehesten mit lateinamerikanischen ländern in den 50er, 60er und 70er jahren vergleichbar.

und wie im artikel behauptet wird, dass der aufstand einfach ein rassistischer mob gewesen wäre, ist wohl kaum haltbar. die situation in tibet muss im kontext der entwicklung in ganz china gesehen werden. und dort gehören revolten und aufstände von bäuerInnen und wanderarbeiterInnen zum alltag. china ist schon heute das land mit der größten zahl an streiks und demos weltweit! die ziele der proteste waren ja vor allem die einrichtungen des staates, und die sind eh weitgehend in tibetanischer hand. was auch den scheiss der vom dalai lama usw. kommt ad absurdum führt...

p.s.: das der dalai lama als der "gutmensch" schlechthin gilt, ist schon eine propagandistische leistung der sonderklasse. welcher autoritären, homophoben, jenseitigen figur wird die uni graz als nächstes einen menschenrechtspreis umhängen?
Han-Do - 30.10.2008, 10:07 Uhr
Titel:
Zur Tibet-Sache kann ich eigentlich nur empfehlen zur heutigen Veranstaltung zu kommen: http://g24.at/PostCalendar-30-10-2008-event-6040.html

Der Friedensratschlag an der Uni Kassel, der jetzt nicht unbedingt zu Horten des Weltbolschewismus gehört, hat immer wieder brauchbare und versucht-propagandefreie Artikel zur sog. Tibet-Frage, hier ein m.E. recht guter: http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/re ... bet10.html

Sozialistisch sind im wesentlichen noch die Eigentumsverhältnisse in der VR China, in der privates Kapital nur in Joint Ventures mit chinesischen Staatsbetrieben investiert und akkumuliert werden darf. Wirklich lesenswert finde ich zu der Frage die von mir bereits verlinkte Ausgabe der "Marxistischen Blätter", in der nicht nur EuropäerInnen China von Außen analysieren und zu verschiedenen Schlüssen - "Erfolgreich aber nicht sozialistisch" (Manfred Szameitat) oder Helmut Peters' und optimistische Perspektive - kommen, sondern auch chinesische Wissenschaftler kritisch zur ökonomischen, sozialen und ökologischen Situation Stellung nehmen.
http://www.neue-impulse-verlag.de/mbl/ausgabe/id-408.html
Im übrigen wird genau diesen Fragen breitester Raum in den chinesischen staatlichen Medien eingeräumt, was doch eine ganz andere Gewichtung zeigt, als wir sie hierzulande erleiden müssen.

Jedenfalls werde ich der letzte sein, der, ohne jemals einen Fuß in das Land gesetzt und ohne mich wirklich eingehend damit befasst zu haben, die VR China in Bausch und Bogen verwirft oder in der Himmel lobt. Klar, freut mich nicht alles was in China passiert, aber wer sind wir - gerade als Linke in Österreich, die nicht viel an politischem Erfolg vorzuweisen haben -, dass wir der Regierung eines Milliardenvolks erklären wollen, wie sie die Gesellschaft aus dem Mittelalter, in dem sie es vor wenigen Jahrzehnten noch vorgefunden hat, heraussteuern soll?! Aber genau das tun sie - wenn man es mit der Industrialisierung Europas vergleicht - nicht nur schneller sondern humaner. Mit den hohen Akkumulations- und Wachstumsraten treten natürlich eine ganze Reihe von Problemen auf, die auch niemand - weder die KommunistInnen in Österreich, noch die in der CR China - schönredet. Peters meint dazu - und dem kann ich von meinem Wissensstand her beipflichten:
"Die neue Qualität gesellschaftlicher Entwicklung und damit ein qualitativ neuer Schritt in Richtung auf die sozialistische Perspektive werden vor allem davon abhängen, ob es der KP Chinas in absehbarer Zeit gelingen wird,
1. zu einer intensiv erweiterten Produktion und Reproduktion, zu einem ressourcesparenden und umweltfreundlichen Wachstum überzugehen und
2. die Beziehungen zwischen Staat und Bürger im Sinne einer breiten Demokratisierung zu wandeln."
(http://www.neue-impulse-verlag.de/mbl/artikel/408/351/volksrepublik-china-30-jahre-reform--und-ffnungspolitik.html)

Gerade westliche Linke sind ebenso passionierte wie schlechte Richter: In jeder Frage mit einem schnellen Urteil zur Hand ohne manchmal die Gegenseite - in diesem Fall China und ihre Positionen - gehört zu haben. Aber es ist eben leichter, weltweit alles zu kritisieren, als vor der eigenen Haustür was in Richtung progressiver Entwicklung der Gesellschaft zu leisten.
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