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Krise: Klimawandel - Klimakrise/Kapitalismus/Kopenhagen: Interview mit Uli Brand

I - 27.11.2009, 14:08 Uhr
Titel: Klimakrise/Kapitalismus/Kopenhagen: Interview mit Uli Brand
"Nutzen Krise nicht zur Neuausrichtung"

Der Politikwissenschafter Ulrich Brand (Professor für internationale Politik, Uni Wien) will eine Debatte um den westlichen Lebensstil anstoßen



Standard: Sie kritisieren, die derzeitigen internationalen Konzepte im Umgang mit dem Klimawandel, vor allem dem Kioto-Protokoll, taugen nichts?

Brand: Diese Konzepte sind sehr begrenzt und leisten nicht, was notwendig wäre: ein tiefgreifender Umbau der kapitalistisch-fossilistischen Produktions- und Lebensweise. Die internationale Politik ist technokratisch, zielt auf Minimalkonsens ab und ist vor allem zu sehr von oben konzipiert. Da wird so getan, als ob mittels internationaler Kooperation weitreichende Reduktionsziele umgesetzt werden könnten. Das stimmt nicht! Die EU erreicht die Kioto-Ziele vor allem, weil Osteuropa deindustrialisiert und Stahlwerke abgebaut wurden.[...]

Gesamtes Interview:
http://derstandard.at/1256745770062/Int ... usrichtung

Tipps zum Weiterlesen:

Sozial-ökologische Konflikte
Emanzipatorische Umweltpolitik ist radikal-demokratische Gesellschaftspolitik
http://www.akweb.de/ak_s/ak529/38k.htm

Postneoliberale Antworten auf die ökologische Krise
http://www.akweb.de/ak_s/ak536/30.htm

Beide Texte sind erschienen in
Klima, Kämpfe, Krise. Die Linke und die sozial-ökologische Frage
Sonderbeilage zu ak - analyse & kritik | Sommer 09
http://www.akweb.de/ak_s/bei015/index.htm

Uli Brand:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Brand
http://public.univie.ac.at/index.php?id=17066
http://www.dieuniversitaet-online.at/be ... ste/4.html
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