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skillz
Titel: TIP!! Das Netz (D.2004) auf ARTE 07.01.2006 0.20 Uhr  BeitragVerfasst am: 07.01.2006, 20:33 Uhr
-.*.-


Beiträge: 3726
Wohnort: Graz
a.r.t.e. Samstag, 7. Januar 2006, um 0.20 Uhr:

der Film lief bei der Eröffnung des diesjährigen NCC im Dom im Berg..

da ich ihn gesehen habe nun der TIP an alle mit TV Gerät und ARTE Empfang - ANSCHAUN!!

********

Regie: Lutz Dammbeck; K: Thomas Plenert; D 2004, 35mm 1:1,66, 121 Min, dt/engl OmU
Mit: Steward Brand, John Brockman, Heinz von Foerster, Butch Gehring & Chris Waits

»Ich habe erkannt in meinem Leben, dass je mehr ich mich mit der Physik befasse, desto mehr werde ich ein Metaphysiker« (Heinz von Foerster)

»Die Wahrheit ist der Beweisbarkeit überlegen« (Kurt Gödel, Wiener Mathematiker)

Am 3. April 1996 wird Theodore J. Kaczynski in den Bergen Montanas vom FBI verhaftet. Dem ehemaligen Harvard-Absolventen und Mathematikprofessor wird zur Last gelegt, als »Unabomber« Anschläge gegen Personen aus Wissenschaft, Kunst, Militär und Computertechnologie verübt zu haben. Wieso wandelt sich ein Musterschüler mit einem IQ von 170 zu einem »most wanted« Terroristen?

»Das Netz« taucht ein in die Geschichte von Ted Kaczynski und spürt den Einflüssen und Utopien nach, unter denen seine Generation aufgewachsen ist: Die Hippie-Kultur Kaliforniens mit ihren ausgeflippten Rockkonzerten und LSD-Räuschen. Die Kunstszene New Yorks, wo schräge Multimedia-Events und Beat-Happenings an der Tagesordnung sind. Die wissenschaftlichen Utopien einer durch Technologie versöhnten Welt, wie sie in den Laboren der Computerfreaks ausgedacht werden.

"Multimedia", "Virtualität", "Grenzüberschreitung" und "Revolutionen" aller Art sind Begriffe, die nicht erst im Computerzeitalter geprägt wurden, sondern bereits in den 60-er-Jahren die Kunstavantgarde interessierten. Die Gemeinsamkeit beider Richtungen besteht darin, dass sie Realität nicht als etwas Gegebenes betrachten, sondern als beliebig veränderbar: »Du bist, was du sein willst«. Diese Überschneidungen von Technologie und Kunst und die damit aufgeworfenen Fragen sind Inspiration, um einige Protagonisten der Bewegungen zu treffen.
Der Weg führt als erstes nach New York, wo der Literaturagent und Verleger John Brockman in den 80-er-Jahren mit den Büchern von Physikern, Genforschern und Computerwissenschaftlern reich und berühmt geworden ist. Sein Erfolgsgeheimnis: Er vermarktet seine Schützlinge wie Popstars und kreiert einen elitären Zirkel, den er "digerati"- Cyber-Elite - nennt.
1993 wird Brockmans Netzwerk von einem Bombenanschlag attackiert, dem der Computerwissenschaftler David Gelernter zum Opfer fällt. Als Täter verhaftet das FBI später den ehemaligen Mathematik-Professor und Harvard-Absolventen Ted Kaczynski. Warum wird ein Mathematiker zum Terrorist?


Zwischen 1978 und 1995 erschüttern Bombenanschläge die USA, bei denen drei Menschen sterben und 23 zum Teil schwer verletzt werden. Ziel der Attacken sind Chefs großer Fluggesellschaften und Wissenschaftler an Universitäten. Als Täter wird der so genannte "Unabomber" ausgemacht, der seitdem durch die Netzwelt geistert. In Bekennerschreiben fordert die Terrorvereinigung "FC" (Freedom Club) die Veröffentlichung eines Manifests. Am 2. August 1995 erscheint in der Washington Post der Vorabdruck des 56-seitigen "The Unabomber-Manifesto" und führt zur Verhaftung des Mathematikers Ted Kaczynski (s. Phantombild).
***
Im Interview mit Stuart Brand, dem Erfinder des Begriffs "Personal Computer" und Herausgeber des alternativen "Whole Earth Catalog", wird der Zusammenhang von Computertechnologie, Hippiekultur und LSD-Szene deutlich. Genauso wie Ken Kesey, Hippie-Ikone und Autor von "Einer flog über das Kuckucksnest", hatte Ted Kaczynski an staatlichen Drogenexperimente teilgenommen und war beeinflusst von der amerikanischen counter culture. Allerdings pries diese nicht nur den Rückzug in die Natur, sondern zeigte sich offen gegenüber Hackern und Computertechnologie, der ein demokratisches Potential, dadurch dass sie persönlichen Zwecken diente, zugesprochen wurde.
***

Mit der Berechnung der Flugbahn deutscher Jagdflieger stellt der Mathematiker Norbert Wiener (s. Bild) seine Forschungen am MIT in den Dienst des amerikanischen Militärs. Er will das komplexe Zusammenspiel der Nachrichtenübertragung in Maschinen und Lebewesen untersuchen und herausfinden, welche (berechenbaren) Parameter den Piloten eines Jagdfliegers zu bestimmten Handlungen veranlassen. Hieraus entwickelt sich die Kybernetik.
***
In seiner Korrespondenz äußert sich der im Gefängnis zu lebenslänglicher Haft einsitzende Ted Kaczynski über die Zukunftsvision einer "nach-technologischen Gesellschaft". Der 1958 mit einem IQ von 170 sein Studium in Harvard aufnehmende 16-Jährige wurde 1967 Mathematik-Professur an der Universität von Berkeley. Zwei Jahre später stieg er aus, wandelte sich zum Technologie-Gegner und lebte zurückgezogen in den Wäldern Montanas. WARUM?
***
Henry A. Murray leitet eine Versuchsreihe des CIA, bei der mit Drogen experimentiert wird. Den Versuchspersonen wie Ted Kaczynski wird auch LSD 25 verabreicht, um ihr Unbewusstes neu zu programmieren und ihr Verhalten steuern zu können. Murray und der junge Psychologie-Professor Timothy Leary nehmen selbst an den Experimente teil. Alle Versuchsläufe werden gefilmt; später verschwinden jedoch die Filmrollen mit Kaczynski, so wie alle anderen ihn betreffenden Materialien.
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1993 erhält der Informatiker David Gelernter eine Briefbombe, durch die er seine rechte Hand und ein Auge verliert. Als Computerwissenschaftler an der Yale-Universität und Chef von "Mirrorworlds", einer Software-Firma, befasst er sich mit der »Vision einer zukünftigen virtuellen Gesellschaft, die nur noch auf Software basiert«. Dass die moderne Computer-Technologie tendenziell nicht kontrollierbar ist, hält Gelernter für positiv und ungefährlich.
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»Der Mathematiker Ted Kaczynski wird 1998 zu lebenslanger Haft verurteilt. Gegen seinen Willen kommt es vor Prozessbeginn zu einer Absprache zwischen Verteidigung, Staatsanwaltschaft und Gericht. Kein regulärer Prozess, keine Einweisung in die Psychiatrie, kein Todesurteil und keine Möglichkeit auf Begnadigung. Ted Kaczynski bestreitet bis heute, der "Unabomber" gewesen zu sein.«
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(Off-Ton Dammbeck): »Was habe ich bisher? Ich habe einen Mathematiker, über dessen Systemkritik keiner meiner Interviewpartner reden will. Und ich habe Ingenieure und Künstler, die von Technologie besessen sind. All das gehört offensichtlich zu einem System, dessen Konturen ich erst erahne. Anscheinend ein geniales Feedback-System, das jeden Angriff und jede Störung umgehend als Energiezufuhr für seine weitere Perfektionierung nutzt. Wer braucht so etwas, wer denkt sich sowas aus?«



Offizielle Internetseite: www.t-h-e-n-e-t.com
Filmheft der Bundeszentrale für politische Bildung: bpb-filmheft.pdf
http://www.bfilm.de/presse/das_netz/pdf ... lmheft.pdf

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