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schwarzerpfeffer
Titel: Passagiere verhindern Abschiebeflug  BeitragVerfasst am: 02.11.2008, 19:06 Uhr



Beiträge: 204

http://no-racism.net/article/2713/ hat folgendes geschrieben:

Passagiere verhindern Abschiebeflug

Paris: Polizei Rollkommando stürmt mit Schildern und Gummiknüppeln auf Reisende ein

Paris, 18. Oktober 2008, 16 Uhr: Den Abflug aus dem neu designten Terminal E des Flughafens Paris Charles de Gaulle hatte ich mir anders vorgestellt. Während die regulären Passagiere des Flugs Air France 718 nach Senegal direkt aus der eleganten Halle vorne ins Flugzeug steigen, sind am Heck des Fliegers Vorkehrungen getroffen worden, um einen unfreiwilligen Gast an Bord zu befördern: eine extra Gangway steht auf dem Flugfeld, der Zugang eng umstellt von drei Polizeifahrzeugen.

Beim Betreten der Kabine kommen mir protestierende Passagiere auf dem Weg zum Cockpit entgegen, tumultartiges Getöse dringt aus dem hinteren Teil des Flugzeugs nach vorne. Ich drängle mich durch zu meinem Platz im hinteren Teil des Flugzeugs - mindestens sechs Polizisten drücken einen gefesselten, jungen Afrikaner auf die Sitzflächen der letzten Bankreihe. Eine Polizistin mit Lederhandschuhen macht sich am Kopf des Abschiebehäftlings zu schaffen oder hält ihm den Mund zu. Trotzdem gelangen immer wieder Klagen und Schreie des unfreiwilligen Passagiers an unsere Ohren. Abgeschirmt wird die Szene von etwa drei Zivilbeamten, im Hintergrund Richtung Ausgang stehen zusätzliche uniformierte Polizisten, die groteske Szene umringt von unterschiedlichsten Passagieren, die protestieren, auf Polizei und Crew einreden, argumentieren, ihrer Fassungslosigkeit über die Vorgänge in der Kabine Ausdruck verleihen. Ein Gutteil der Fluggäste ist in eine Art Stehstreik getreten - das Flugzeug ist voll, man weigert sich, unter diesen Umständen loszufliegen. Ein Passagier bringt die Polizeiaktion mit der Kolonialgeschichte in Verbindung, ein älteres Paar hält Crew und Polizei lautstark die Passagierrechte vor. In unterschiedlichsten Sprachen wird gefragt, warum Air France solche Vorgänge an Bord zulässt, Forderungen, der Kapitän solle die groteske Szene beenden, werden laut. Der taucht auch auf, doch obwohl die Situation langsam tumultartigen Charakter bekommt, bricht er die Sache offenbar nicht ab, verzeiht sich unverrichteter Dinge in die Pilotenkanzel.

Die Situation eskaliert, als CRS Spezialeinheiten, martialisch ausgestattet mit Helmen, Schildern und Gummiknüppeln, in der Kabine auftauchen: Passagiere werden eingeschüchtert, Leute die Fotos machen oder filmen, werden bedroht, Rentner werden angeherrscht, die Stimmung im Flieger wird dadurch erst richtig aufgeheizt. Plötzlich stürmt das 6 bis 10 köpfige Rollkommando durch das halbe Flugzeug, knüppelt wahllos auf Passagiere ein, greift sich schließlich einen großen afrikanischen Mann. Andere Fluggäste gehen empört dazwischen, ein Frau versucht den Passagier festzuhalten, andere stellen sich in den Weg, das Rollkommando prügelt sich seinen Weg zurück zur Gangway und zerrt den Passagier aus dem Flieger. Eine alte Dame steht wegen der Aktion unter Schock und bricht fast zusammen, Sanitäter rufen den Flughafenarzt herbei.

Kurz darauf bricht die Polizei die Abschiebeaktion ab, die Zivilpolizisten packen ihre Sachen zusammen. Es dauert ewig, bis der junge Afrikaner von seinen Fesseln befreit ist. Endlich verlässt die gesamte Kompanie unter Applaus der Zuschauer das Flugzeug. Ein Amerikanischer Fluggast vergleicht die Aktion mit Nazi-Germany. Fazit: Sanitäter und Ärzte sind noch eine halbe Stunde mit der Ohnmächtigen beschäftigt, das Flugzeug startet mit einer Stunde Verspätung, ein kritischer Passagier wird zunächst provoziert, dann verhaftet, und am Mitflug gehindert.

Ein Fluggast, Dakar, 19.10.2008

Quelle :: buerengruppe.wordpress.com
 
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Humpel
Titel:   BeitragVerfasst am: 02.11.2008, 21:33 Uhr



Beiträge: 221

Klingt ziemlich unglaubwürdig und unvollständig.

_________________
Ich bin der Erste der auf dem Grab meiner falschen Entscheidungen tanzt! Ach ich mag tanzen!
 
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schwarzerpfeffer
Titel:   BeitragVerfasst am: 03.11.2008, 18:09 Uhr



Beiträge: 204

inwiefern unvollständig und unglaubwürdig?

unglaubwürdig weil kein "etabliertes" nachrichtenmedium?
unvollständig, weil nicht alle passagierdaten, wetterverhältnisse, personenbeschreibungen aufgelistet sind?

sorry, aber schau dir 1. mal apa-meldungen an und such mir eine raus, die "vollständig" ist - viele bestehen nur aus einem oder zwei absätzen.
und ausserdem klingt für mich ein erfahrungsbericht nachvollziehbarer, als ein journalistischer artikel, der bloß auf informationen aus 2. oder 3. hand basiert.
obs so war oder nicht ist (fast) niemals wirklich zu bestätigen, weil du (fast) nie die möglichkeit auf direkten zugriff hast und ausserdem fällt bei einer beobachtung die beobachter_innenposition niemals weg.
 
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schwarzerpfeffer
Titel:   BeitragVerfasst am: 03.11.2008, 18:11 Uhr



Beiträge: 204

aber irgendwie ärgert es mich gerade ien wenig, überhaupt auf dein posting reagiert zu haben, da ich aus deinen bisherigen postings glaube schließen zu können, dass es dir mehr um provokation geht, als um wirklich konstruktive diskussionen Wink
 
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Humpel
Titel:   BeitragVerfasst am: 11.11.2008, 23:31 Uhr



Beiträge: 221

Ach geh, armer schwarzpfeffer. Dabei kann ich doch kaum mehr sagen.

Hoch lebe die apa, die sich mit ihren 1-2 absätzen anscheinend aufs objektive beschränkt. Nein, unvollständig, weil das verhalten der exekutive nicht nachvollziehbar ist, der erfahrungsbericht generell zu großen teilen nur das verhalten der polizei schildert und das jeglicher anderer haupt-beteiligten vornehmlich ausklammert.
Recht deutlich hier zu erkennen:

Zitat:

"Plötzlich stürmt das 6 bis 10 köpfige Rollkommando durch das halbe Flugzeug, knüppelt wahllos auf Passagiere ein, greift sich schließlich einen großen afrikanischen Mann. Andere Fluggäste gehen empört dazwischen, ein Frau versucht den Passagier festzuhalten, andere stellen sich in den Weg, das Rollkommando prügelt sich seinen Weg zurück zur Gangway und zerrt den Passagier aus dem Flieger."


Zitat:
"mindestens sechs Polizisten drücken einen gefesselten, jungen Afrikaner auf die Sitzflächen der letzten Bankreihe. Eine Polizistin mit Lederhandschuhen macht sich am Kopf des Abschiebehäftlings zu schaffen oder hält ihm den Mund zu. Trotzdem gelangen immer wieder Klagen und Schreie des unfreiwilligen Passagiers an unsere Ohren."


Was dazu führt, dass die polizei diese maßnahmen anwendet wird nicht erwähnt, insofern habe ich den verdacht, dass hier massiv seitens des autors im vermeintlichen sinne des "No-racism" gedanken partei ergriffen wird, bzw. dinge bewusst oder unbewusst die nicht in sein schema "böse abschiebung" passen unterschlagen werden.

Also, im prinzip möchte ich nur die glaubwürdigkeit von gedankengut-abhängigen medien und deren journalisten anzweifeln.

Hätte es sich bei dem zu abschiebenden um einen verurteilen vergewaltiger gehandelt der mit einem messer auf die fluggäste losgegangen wäre, dann bin ich mir fast sicher, wäre der erfahrungsbericht nicht auf dieser seite oder der von "No-racism.net" zu finden gewesen. Das bild das solche selektive nachrichtenmedien von der welt verbreiten ist einseitig und verzerrt.

_________________
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migraineboy
Titel:   BeitragVerfasst am: 12.11.2008, 08:13 Uhr



Beiträge: 216

Eigentlich ist es eine Frage der Logik und der Menschlichkeit.

Länder sind künstliche Gebilde darum sollte jeder Mensch die Freiheit haben sich aufzuhalten wo immer er will. Egal ob das nun ein messerstechender Vergewaltiger is, Abschiebungen sind barbarisch.
 
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schwarzerpfeffer
Titel:   BeitragVerfasst am: 17.11.2008, 14:05 Uhr



Beiträge: 204

Humpel hat folgendes geschrieben:

Hoch lebe die apa, die sich mit ihren 1-2 absätzen anscheinend aufs objektive beschränkt.


dir is schon klar, dass es so etwas wie "objektivität" nicht gibt, oder?
subjektivität ja, intersubjektivität gut, aber objektivität, dass ich nicht lache - die blöde beobachter_innen-position Wink
erlebnisbericht, ja - deshalb auch subjektiv, aber alle anderen unterstellungen (unvollständig sicherlich, denn vollständigkeit ist genauso ein unerreichbares ziel) deinerseits sind kaum haltbar, da du dir (um einiges weniger "objektiv" als der/die autor_in) anmaßt, bewertungen aus der ferne abzugeben und zu behaupten, du lägst näher dran als ein mensch die/der (zumindest teilweise) anwesend war?

Humpel hat folgendes geschrieben:

Was dazu führt, dass die polizei diese maßnahmen anwendet wird nicht erwähnt, insofern habe ich den verdacht, dass hier massiv seitens des autors im vermeintlichen sinne des "No-racism" gedanken partei ergriffen wird, bzw. dinge bewusst oder unbewusst die nicht in sein schema "böse abschiebung" passen unterschlagen werden.

kann schon sein, wie gesagt - objektivität gibt es nicht - allerdings gibt es meiner meinung nach keine "gute abschiebung" (oder wie du das auch immer nennen möchtest). und ganz ehrlich, deine kritik daran ist genauso entzifferbar - nämlich in einem gewissen "sinne" partei zu ergreifen (und ehrlich gesagt, find ichs in Ö mal erfrischend, in diesem sinne [also dem no-racism-gedanken] partei zu ergreifen]

Humpel hat folgendes geschrieben:

Also, im prinzip möchte ich nur die glaubwürdigkeit von gedankengut-abhängigen medien und deren journalisten anzweifeln.

zeig mir irgendeinen menschen oder irgendein medium, das davor gefeit ist Wink - intersubjektivität ist auch "gedankengut"
aber da hast du ausnahmsweise mal recht - anzweifeln, immer, alles!

Humpel hat folgendes geschrieben:

Hätte es sich bei dem zu abschiebenden um einen verurteilen vergewaltiger gehandelt[..]

die behandlung eines/r zu abschiebende_n aufgrund einer vorgeschichte (und sei sie noch so grauslich) zu beurteilen - das wäre objektiv?

Humpel hat folgendes geschrieben:

Das bild das solche selektive nachrichtenmedien von der welt verbreiten ist einseitig und verzerrt.

und das bild "bürgerlicher" medien bspw. ist nicht selektiv?

also humpel, ich mein - ganz ehrlich - ich will argumente, keine fadenscheinige polemik ohne wirkliche aussage.
 
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