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hm
Titel:   BeitragVerfasst am: 12.01.2009, 16:51 Uhr



Beiträge: 212

Da muss ich dir leider zustimmen. Also das leider betrifft die Gefahr einer stärker werdenden Rechten.

Ich bin auch der Überzeugung, dass es gerade in einer Zeit wieder jetzigen, in der viel möglich ist, sich viel zum besseren verändern könnte aber auch die Gefahr besteht, dass die Situation nach rechts kippt, wirklich wichtig wäre, dass sich die Linke eint und versucht die Gemeinsamkeiten zwischen all den verschiedenen Gruppierungen zu finden.

Ich denke aber, dass es, so schwierig solche Diskussionen auch sind, dafür nötig wäre darüber zu diskutieren, was wir uns überhaupt genauer vorstellen.

Wie soll sie denn sein, diese andere Welt, für die wir uns einsetzen? Beziehungsweise wie könnten wir uns denn Eckpunkte einer solchen Welt vorstellen?
 
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Murbua
Titel:   BeitragVerfasst am: 13.01.2009, 11:11 Uhr



Beiträge: 261

tja, da hätte ich drei haupt-szenarien: 1.) es bleibt ein globaler zusammenhang bestehen (der sich womöglich zu einer art planetaren föderation auswächst); 2.) der globale zusammenhang zerfällt, mikro-regionen erfahren die stärkste bedeutung; 3.) etwas in der art von nationalstaaten erlangt - mittelfristig- die grösste bedeutung.

alle dieser szenarien können die menschen auf funktionale objekte reduzieren, oder so ausgerichtet sein, den bedürfnissen der menschen zu dienen.
ersteres szenario ist auf den ersten blick das erschreckendste, weil es am totalitärsten wirkt. (de facto können mikro-einheiten ebenso totalitär sein).
diese mikro-einheiten, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie klein genug sind, um sich nicht gegenseitig schlucken zu müssen, können entweder in intellektuellem inzest vor sich hinbrodeln oder versuchen über-regional zu kooperieren - je nach technischem stand, bis "hinauf" in globale ebenen.

alle dieser szenarien können von einer elite, die sich auf waffentechnik stützt "betrieben" werden, oder abstimmungsartig legitimiert sein. (zweiteres wird wohl nur der fall sein, wenn keine kleingruppe irgendeine "überlegenheit" aufweisen kann, respektive es gelingt, diese abzubauen.)

drittere, also die nachfolger der nationalstaaten, werden sich zwangsläufig bekriegen, und nur eine mittelfristige phase darstellen. sollten diese eintreten, besteht die gefahr dass sich die letzten 6000 jahre in einer schäbigeren version innerhalb der nächsten 30-400 jahre wiederholen.

so, das quiz ist jetzt, welches die "rechten" und welches die "linken" szenarien sind.

(szenarien wie atomkrieg hab ich ausgeblendet)
(sry die kleinschreibung, sonst nicht meine art...)
 
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hm
Titel:   BeitragVerfasst am: 13.01.2009, 12:14 Uhr



Beiträge: 212

Tut mir leid, aber ich versteh dein posting nicht.
Machst du dich jetzt lustig, oder meinst du deinen Diskussionsbeitrag ernst?

Und was ist der Zweck deiner "Quiz-Frage" was wäre links/was rechts?
Meine Antwort: Ein totalitäres Regime kann nicht links sein. Das Widerspricht sich für mich. Für mich war auch z.B. der Stalinismus nicht links!
 
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Murbua
Titel:   BeitragVerfasst am: 16.01.2009, 09:35 Uhr



Beiträge: 261

todernst. findest du das lustig?

szenario 1.) und 2.) bieten potenzial zur befreiung und für ein reicheres leben (=links?), beide bergen aber risiken (=rechts!), und 3.) ist nichts anderes als die fortsetzung der ressourcen-geopolitik von heute.
 
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hochstapla
Titel: der wildeste aufstand den Riga je gesehen hat!  BeitragVerfasst am: 19.01.2009, 00:25 Uhr



Beiträge: 527

10.000 - 12.000 Leute forderten letzte Woche den Rücktritt der (neoliberalen) Regierung, etwa 300 zogen zum Parlament, Strassenschlacht-ähnliche Szenen spielten sich ab, auch Plünderung wurde mal ausprobiert (hier d radiosendung zum download: http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=25813 )

gründe: rekord-wirtschaftswachstum (+10%!), doch Sinken der Real-Löhne, Pensionsraub, Teuerungen, Ausverkauf (=Privatisierungen und Investkapital) und letztlich die Finanzkrise.

zwar ein Sturm im Wasserglas, aber der heftigste regierungskritische den Riga seit 60 Jahren gesehen hat - wenn nicht BISHER. und das im prüden Preussen

in Griechenland ist gerade eher Verschnaufpause - mit einigen Lichtblicken: jüngst gegründete Gewerkschaften fordern ein Verbot von "Personal-Bereitstellern" - das is wieder mal eine intelligente Gewerkschafts-Forderung (nicht +3%)

------------
was die wüsten Szenarien hier angeht, werter Murbua, ich meine, die leiten sich aus den anstehenden Umbrüchen ab (Energie und Klima - und in weiterer Folge Massenflucht- werden da womöglich die meiste Bedeutung erfahren). Dass da versucht womöglich versicht wird, mittels Diktaturen einen "Übergang" (wohin?) zu schaffen liegt leider auf der Hand - die Frage wird sein: wie werden wir uns da verhalten?

_________________
kollektive intelligenz vs. private ignoranz
 
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chat_noir
Titel:   BeitragVerfasst am: 19.01.2009, 11:57 Uhr



Beiträge: 9
Wohnort: gradec
Ich denke, sämtliche "linke" und "progressive" Kräfte müssen auf einen gemeinsamen Nenner kommen, damit diese Krise nicht in einem Horrorszenario endet, etwa wie 1933.

Wenn man diesen Nenner gefunden hat, wäre der nächste logische Schritt sich zu organisieren (ohne dass diese Organisation unter irgendeiner Partei- oder Gruppenherrschaft steht). Das hat den Vorteil, dass Aktionen besser koordiniert werden können, anstatt, wie bisher üblich, alle Gruppierungen aneinander vorbeiarbeiten.

Nun liegt es an jedem/jeder sich zu überlegen, was das einende Moment ist und welche Organisationsform die Beste für alle wäre. Erst danach kann man an eine "emanzipierte Zukunftsgesellschaft" denken, wie auch immer diese aussehen möge.
 
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chat_noir
Titel:   BeitragVerfasst am: 19.01.2009, 11:57 Uhr



Beiträge: 9
Wohnort: gradec
Ich denke, sämtliche "linke" und "progressive" Kräfte müssen auf einen gemeinsamen Nenner kommen, damit diese Krise nicht in einem Horrorszenario endet, etwa wie 1933.

Wenn man diesen Nenner gefunden hat, wäre der nächste logische Schritt sich zu organisieren (ohne dass diese Organisation unter irgendeiner Partei- oder Gruppenherrschaft steht). Das hat den Vorteil, dass Aktionen besser koordiniert werden können, anstatt, wie bisher üblich, alle Gruppierungen aneinander vorbeiarbeiten.

Nun liegt es an jedem/jeder sich zu überlegen, was das einende Moment ist und welche Organisationsform die Beste für alle wäre. Erst danach kann man an eine "emanzipierte Zukunftsgesellschaft" denken, wie auch immer diese aussehen möge.
 
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hm
Titel:   BeitragVerfasst am: 19.01.2009, 16:52 Uhr



Beiträge: 212

Also ich bin irgendwie nicht so extrem pessimistisch.
Ich denke ein 1933er Szenario ist zum jetzigen Zeitpunkt und selbst wenn sich die Wirtschaftskrise in den nächsten Jahren verschärft keine wahrscheinliche Variante.

Die linken Kräfte zu einen, finde ich trotzdem sehr wichtig. Um gemeinsam gezielt gegen rechts agieren zu können.

Aber ich glaube, dass die Gedanken an eine mögliche konkrete Utopie gleichzeitig mit der Vereinigung der linken Kräfte passieren muss.
Meiner Meinung ist das Fehlen einer solchen konkreten Utopie einer der Gründe für die momentane Schwäche der Linken.
(Auch wenn es an unterschiedlichen Orten der Welt schöne Ausnahmen gibt. Smile)
 
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Murbua
Titel:   BeitragVerfasst am: 21.01.2009, 20:25 Uhr



Beiträge: 261

Das ist die "Krise der Linke(n)", diesen common ground nicht zu haben. Die Macht im Staat wollen wir ja nicht mehr?
 
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LowNils
Titel:   BeitragVerfasst am: 22.01.2009, 14:38 Uhr



Beiträge: 54

Die Finanzkrise in den USA und Teilen Europas - für Rußland würde ich nicht die Hand ins Feuer legen, bei Japan kenne ich die wirtschaftshistorischen Hintergründe zu wenig - ist eine Folgeerscheinung des neoliberalen Führungsstils und die Bevölkerung dürfte das auch wissen, ohne dass man die Idee eines "kollektiven Bewußtseins" bemühen muß. Der Linken traut man m.E. keine Lösung der anstehenden Probleme zu; man hofft auf ihre Hilfe, mehr nicht.
 
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hm
Titel:   BeitragVerfasst am: 22.01.2009, 17:47 Uhr



Beiträge: 212

@ Murbua: Ja da stimme ich dir völlig zu.
Und ich finde halt, dass es Zeit wäre etwas an dieser Krise der Linken zu verändern. Mit viel Kreativität und Diskussionsbegeisterung müsste das doch zu schaffen sein!!!

@LowNils: Ich glaube nicht einmal, dass der Linken keine Lösungen zugetraut werden. Ich befürchte, es ist schlimmer. Die Linke wird meiner Meinung nach von der breiten Öffentlichkeit garnicht erst wahrgenommen.
Na ja, vielleicht bin ich diesbezüglich auch zu pessimistisch.
 
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