g24.at
  finden
Gast
User:
Pass:
 Cookie setzen
  Join!


neu im forum
ThemenAntw.Aufrufe
lese Beitrag28.2. Radi Soli Party "RADIcal Noise At...(0)(11)
lese BeitragGroßes Grazer Saatgutfest (08.Feb.20)(2)(33)
lese BeitragSchubertnest(1)(14)
lese BeitragContraPoints - Men, Canceling(2)(40)
lese BeitragEs könnte anders sein(1)(10)

(zum Forum)


kalender
<< Februar 2020 >>
  M D M D F S S
> 27 28 29 30 31 01 02
> 03 04 05 06 07 08 09
> 10 11 12 13 14 15 16
> 17 18 19 20 21 22 23
> 24 25 26 27 28 29 01

Forum 

Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Vorheriges Thema anzeigen Druckerfreundliche Version Einloggen, um private Nachrichten zu lesen Nächstes Thema anzeigen
Autor Nachricht
hochstapla
Titel: graz: nazis attackieren lokal-gäste  BeitragVerfasst am: 18.03.2010, 03:38 Uhr



Beiträge: 527

Jung-Freiheitliche setzen auch Faustrecht: 7 mal schw Körperverletzung, 7 mal Wiederbetätigung

http://derstandard.at/1267743612072/Jun ... s-Verdacht

"Graz: Geburtstagsparty durch rechte Jugendliche unter "Heil Hitler"-Rufen gesprengt - RFJ-Mitglieder unter Verdacht - Grüne bringen Anfrage ein

...

Ende Jänner feierten 15 Jugendliche in dem Grazer Lokal "Zeppelin", nahe der Universität, eine Geburtstagsparty. Laut einigen der Anwesenden, die aus Angst vor etwaigen Racheaktionen ihre Namen nicht öffentlich nennen wollen, kamen um etwa 23 Uhr sieben junge Burschen hinein - einschlägig gekleidet mit Bomberjacken, Springerstiefeln, Hakenkreuz-T-Shirts, "Blood and Honour"-Tattoos. Sie fühlten sich durch die Musik provoziert, sagen die Augenzeugen. Gespielt wurden die Toten Hosen, Rolling Stones, die Ärzte. Bierdeckel und Kugelschreiber fliegen auf die Tische der Feiernden, die gegenüberliegende Gruppe prostet sich zu. "Heil H. C.", "Heil Hitler" sollen sie gerufen haben. Auch das Horst Wessel Lied sei gesungen worden, erzählt man später der Polizei: "Die Fahne hoch! SA marschiert". ...

Schwere Körperverletzung und Wiederbetätigung

... Bevor noch klar wird, was eigentlich passiert, kommt die Polizei. Die Hälfte der Rechten türmt, drei werden vor Ort festgehalten und ihre Ausweise überprüft. Die restlichen vier identifizieren die Augenzeugen später anhand einer Lichtbildkartei bei der Polizei, wie der zuständige Polizist der Dienstelle Andritz gegenüber derStandard.at angibt. Ermittelt wird gegen sie laut Angaben des Anwalts wegen schwerer Körperverletzung und Wiederbetätigung im Sinne des NS-Verbotsgesetzes.

Die Betroffenen... sind keine Unbekannten: Sie sind zum Teil Mitglieder des Rings Freiheitlicher Jugend (RFJ). So sorgte der Deutschlandsberger RFJ-Funktionär Stefan J. bereits im April 2007 für Aufregung als er die Abschaffung des Verbotsgesetzes forderte. Mutmaßlicher Rädelsführer der Truppe war laut Zeugenberichten Gerhard T., der sich laut DÖW im neonazistischen Umfeld bewegt. Auf seiner Facebook-Seite bezeichnet er sich selbst als "politischen Soldat" und "Rassismus ist gesunder Volkserhaltungstrieb", er begrüßt mit Vorliebe mit "Heil dir", als seine Lieblingsmusiker nennt er die verbotene deutsche Neonaziband "Landser" und Michael Müller. Im Februar 2009 marschierte er in Dresden beim neonazistischen Trauermarsch auf, verlangte bei einer Demo Freiheit für Gert Honsik und ist auf Fotos gemeinsam mit dem bekennenden Nationalsozialisten Gottfried Küssel abgebildet.

"Deutschösterreich, du herrliches Land"

Letzteres gilt auch für den bei der Schlägerei ebenfalls anwesenden ehemaligen Grazer RFJ-Funktionär Richard P.. Dieser pflegte gute Kontakte zu dem vom DÖW als offen rechtsextrem eingestuften Bund freier Jugend (BfJ), unter anderem tauchte er bei dessen "Sommerfest" 2007 auf, gemeinsam mit Küssel und dessen Vertrautem Felix Budin, ehemaliger VAPO-Aktivist (Volkstreue Außerparlamentarische Opposition).

Ausgeschlossen wurde er aus dem RFJ allerdings nicht deshalb, sondern aus übertriebener Loyalität zu seinem Chef: Nachdem im Jänner 2008 per "Falter" bekannt geworden war, dass der Grazer Gemeinderat und FP-Klubchef Armin Sippel beim "Aufruhr-Versand" zwei T-Shirts mit der Aufschrift "Germania - 88 wear" und "Nationalist - Ehre, Freiheit, Vaterland", ließ sich P. in Treue zu seinem Herrn dazu hinreißen eine Aussendung herauszugeben. Darin empfahl er, man solle die Mitarbeiter einer "nachrichten- und erkennungsdienstlichen Untersuchung" unterziehen, "Nasen- und Anuskontrolle" mit einbezogen. Der RFJ schmiss P. daraufhin offiziell hinaus. Die Burschenschaft "Germania im CDC" - bei der Sippel und Stefan J. Mitglieder sind - zog nach und strich laut deren Obmann, P. als "nicht brauchbar und nicht in unsere Gesellschaft integrierbar" von der Mitgliederliste.

Bei der Schlägerei anwesend soll übrigens auch der Bruder von J., Christian, gewesen sein. Dieser posiert auf seiner Facebook-Seite stolz in Tracht und findet Lieder wie "Deutschösterreich, du herrliches Land" ganz super.

Parlamentarische Anfrage

Laut Polizeidienststelle sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen, man habe insgesamt drei Monate Zeit, den Fall abzuschließen und der Staatsanwaltschaft zu überreichen. Den Grünen dauert das zu lange, sie bringen eine parlamentarische Anfrage ein, um zu erfahren, in welchem Stadium sich die Ermittlungen befinden. ... (derStandard.at)"

sic. qed.

_________________
kollektive intelligenz vs. private ignoranz
 
 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen  
Antworten mit Zitat Nach oben
skillz
Titel:   BeitragVerfasst am: 18.03.2010, 08:07 Uhr
-.*.-


Beiträge: 3726
Wohnort: Graz
schade, dass der vorfall nicht gefilmt wurde, denn bewegte Bilder von rechten Übergriffen sind medial sehr effektiv!

krass aber, dass so etwas passiert ist. Und natüüüührlich FPÖ nahe Skins, no na. pffff

_________________
**********
 
 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen  
Antworten mit Zitat Nach oben
dacleadeux
Titel:   BeitragVerfasst am: 18.03.2010, 08:28 Uhr



Beiträge: 135

aha, das hat aber seeehr lange gedauert, bis das an die öffentlichkeit kam.

ich saß damals ca. 10 meter entfernt an einem tisch beim ausgang.
bei den tischen zum klo-eingang saßen auf der linken seite die jungnazis, auf dem rechten tisch eine feiernde runde von ca. 15 leuten.
ich hab mir beim klogehen nix besonderes gedacht. beim hinausgehen wurde "schrei nach liebe" von den "ärzten" gespielt und beim wort "arschloch" haben die feierenden eben dieses wort in richtung der jungnazis geschrien.
dies scheint dann auch der auslöser für die eskalation gewesen zu sein, denn als ich wieder am tisch saß, hörte ich plötzlich ein mädchen schreien. als ich mich umdrehte flogen aschenbecher und fäuste.
ich hab schon ein paar schlägereien gesehen, aber diese darauf folgende extreme brutalität hat mich echt schockiert. die situation hat sich nie beruhigt, alles fing ständig von vorne an. ein kellner hat bereits geblutet und ein blaues auge, die jungnazis fingen an, die kellner und gäste mit sesseln zu bewerfen, haben einen tisch zerstört und auf alles und jeden wie komplette psychopathen eingeprügelt.
schliesslich kamen 6 einsatzfahrzeuge der polizei, auch auf die polizisten haben sie eingeprügelt. 3 sind vorher mit zerissenen shirts etc. getürmt, dem rest wurden sofort handschellen angelegt und mussten mit gewalt in die einsatzfahrzeuge gezwungen werden.
die polizei blieb danach noch ca. 1 stunde im lokal, falls die nazis ihre "kameraden" aus dem univiertel zui etwaigen racheakten aufstacheln und ins lokal zurückkehren würden.
fast alle gäste der feiernden runde hatten mindestens ein zugeschwollenes auge, das männerklo war voller blut, das halbe lokal zerstört.
laut kellner, der das ganze mit trockenem humor hinnahm meinte, dass das mitglieder einer im univiertel ansässigen burschenschaft (und gleichzeitig rfj) waren, die somit "offiziell" nazi spielen dürfen. er hat den ärger schon gesehen, als die burschen das lokal betraten. für den kellner war es aber lose-lose-situation. wenn er ihnen den zutritt verweigert hätte, hätte es genauso ärger gegeben...
wie gesagt: das war weit mehr, als eine gsoffene rangelei wie so oft z.b. vor dem kultuskeller. das war wirkliche brutalität, die auf maximale körperverletzung aus war.
wenn die jungnazis dafür nicht mindestens für ein paar monate in die karlau kommen, dann läuft irgendwas definitiv falsch.
 
 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden  
Antworten mit Zitat Nach oben
moe69
Titel:   BeitragVerfasst am: 18.03.2010, 08:32 Uhr



Beiträge: 479
Wohnort: Graz
Sauerei das ganze, keine frage -jedoch kein aktueller vorfall, das machte schon vor einiger zeit die runde in den medien. Aktuell zipft mich eher die rosenkranz und das ganze theater drumherum an. Wer schriftlich (und das nur auf zurufen von diesem dichand) erklaeren muss, eh kein nazi zu sein, hat IMO sicher nicht einmal als kandidat fuers hoechste staatsamt zur debatte zu stehen... Die fpö war eventuell beider letzten nationalratswahl ein geeigneter hammer um schwarz-rot runterzuholen, aber mit so einer kandidatin, nein danke!

Btw: bei der gemeinderatswahl am we haben blau und gruen in meiner momentanen heimatgemeinde bis auf den punkt genau das selbe wahlprogramm, da habe ich fast grinsen muessen. Toll auch die moeglichkeit per brief ohne qeitere rechtfertigung waehlen zu koennen, hab einfach meine nummer von der einladung ins www geklopft und drei tage drauf war meine briefwahlkarte da.

_________________
http://www.icanluxyourmind.tumblr.com
 
 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen  
Antworten mit Zitat Nach oben
hochstapla
Titel:   BeitragVerfasst am: 18.03.2010, 13:38 Uhr



Beiträge: 527

however, die aktualität um den vorfall ist die: die polizei hat 3 monate für ermittlung, daher die parlamentarische anfrage, damit der vorfall nicht verschleppt wird.

bei offiziellen stellen anrufen, nachfragen, posten, twittern, ... kann nicht schaden.

auch wichtig ist, kampfsport-vereine und -trainer zu sensibilisieren, keine nazis/rassisten zu trainieren. besonders im free-fight/mma tun sich einige um.

dass gerade wieder stadtweit werbung für "nicht-tödliche" waffen gemacht wurde, entschärft das klima auch nicht gerade - danke Nagl-ÖVP/Blassgrün die das zuliessen. (ich meine die werbung für flexible schlagstöcke, schocker, ... auf der rückseite vom grazer)

nazis verklagen und verjagen!

_________________
kollektive intelligenz vs. private ignoranz
 
 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen  
Antworten mit Zitat Nach oben
hochstapla
Titel:   BeitragVerfasst am: 23.03.2010, 02:23 Uhr



Beiträge: 527

http://at.indymedia.org/node/17704

"Samstag 20. März ca. 01:30

Am öffentlichen Infostand der TAZ, welcher sich im bisher immer zugänglichen Eingangsbereich der Schubertstraße 6 befindet, wurde ein Karton mit Zeitschriften in Brand gesetzt. Durch Zufall wurde der Brand von Aktivist_innen entdeckt und konnte rechtzeitig gelöscht werden, sodass kein weiterer Schaden entstand. Über die Verursacher_innen ist bis dato nichts bekannt.

Es kam schon öfter zu kleineren Zwischenfällen wie z.B. Verwüstungen des Infotisches. Das Ereignis der heutigen Nacht zeigt aber, dass die Hemmschwelle, das Projekt anzugreifen, gesunken ist. Als Reaktion wird in Zukunft das Haus nachts abgeschlossen werden, bleibt dennoch zugänglich und belebt.

Wir lassen uns weder einschüchtern noch unterkriegen!"

bleibt nur zu sagen, dass dass der begriff "taz" ("temporäre autonome zone") eigentlich nicht zutrifft
... und die anti-nazi-massnahmen ergänzt wurden.

_________________
kollektive intelligenz vs. private ignoranz
 
 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen  
Antworten mit Zitat Nach oben
TAZ/Schuberstr.6
Titel:   BeitragVerfasst am: 23.03.2010, 20:48 Uhr



Beiträge: 3
Wohnort: ja, wir sind auch ein Wohnort^^
um eine Diskussion auszulösen (ein eigenes Thema eröffnen, wenn Bedarf besteht, da es hier um diesen Angriff von Neonazis geht..)

Was ist für dich eine TAZ? Warum ist die Schuberstraße in deinen Augen keine TAZ?

Zitat:
Der Begriff Temporäre Autonome Zone (T.A.Z.) stammt vom Schriftsteller Hakim Bey und ist auch der Titel seines gleichnamigen Buches. Der Begriff etablierte sich für soziale und politische Aktionsformen, welche einen kurzen Freiraum schaffen, in dem umgebende Systemgesetze temporär ungültig werden.


http://de.wikipedia.org/wiki/Tempor%C3% ... onome_Zone


Zuletzt bearbeitet von TAZ/Schuberstr.6 am 24.03.2010, 11:22 Uhr, insgesamt ein Mal bearbeitet
 
 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden  
Antworten mit Zitat Nach oben
cab
Titel:   BeitragVerfasst am: 23.03.2010, 21:43 Uhr



Beiträge: 57

hier noch eine aussendung der gruppe mayday zum vorfall im zeppelin und anderen vorkommnissen in der fpö (lief vor den wahlen am 21.3. über den verteiler). enthält auch infos über die beteiligten neonazis, auf der homepage mayday.antifa.net gibts noch eine fotodokumentation.

Zitat:
Steirische FPÖ und Neonazis – Information zu den Vorfällen der letzten Tage

Steirische FPÖ und Neonazis – Information zu den Vorfällen der letzten Tage Ein Schlägertrupp, dem ein bekannter Neonazi und ein hoher RFJ-Funktionär angehörten – es war nur einer von mehreren, bekannt gewordenen Vorfällen in der Steiermark, bei denen FPÖlerInnen und Neonazis zusammen auftraten. Wir veröffentlichen hiermit jene Details zu den beteiligten Personen, die in den Medien kaum publiziert wurden.

Am 10. Bzw. 11. März veröffentlichten "Der Standard" und "Kleine Zeitung" einen Bericht über einen Vorfall im Grazer Lokal "Zeppelin": Rechtsextreme hatten Ende Jänner 2010 eine Geburtsfeier gestört, mit "Heil Hitler" gegrüßt, das Horst-Wessel-Lied gesungen, und schließlich BesucherInnen niedergeschlagen und teilweise schwer verletzt. Die Mitglieder dieser rechtsextremen Truppe wurden gefasst und wegen Körperverletzung und Wiederbetätigung angezeigt. Einige Angezeigte seien Mitglieder des "Rings Freiheitlicher Jugend", hieß es danach sehr vage. Doch die FPÖ, um Ausreden noch nie verlegen, dementierte sofort: Jene, die tatsächlich einmal dem RFJ nahegestanden hatten, seien "längst" ausgeschlossen worden, so der Grazer Klubobmann Armin Sippel . Nur "Der Standard" wagte es, nähere Details zu den agierenden Personen zu berichten, dabei belegen gerade die Namen eine mehr als brisante Verbindung von Parteijugend und militanter Neonazi-Szene:

Zu den Angezeigten zählen Stefan Juritz, Bezirksobmann des RFJ Deutschlandsberg, Richard Pflingst, ehemaliger Funktionär des RFJ Graz, und der oststeirische Kickboxer Gerhard Taschner. Taschner bewegt sich im Umfeld der Führungsfiguren der neonazistischen Szene: Im Internet stellt er seine Weltanschauung offen zur Schau, grüßt mit "Heil dir", wünscht "allen Deutschen Volksgenossen Heil Sonnwend", wirbt mit "Rassismus ist gesunder Volkserhaltungstrieb" und definiert sich selbst als "politischer Soldat". Als Lieblingsmusik nennt Taschner die neonazistischen Liedermacher Frank Rennicke und Michael Müller ("Bei 6 Millionen Juden da fängt der Spaß erst an / bis 6 Millionen Juden da bleibt der Ofen an / wir haben reichlich Zyklon B…") oder die verbotene deutsche Band "Landser" ("Adolf Hitler unser Führer unser Held"). Taschners Beteiligung an zentralen Neonazi-Aktivitäten der letzten Jahre ist hinlänglich dokumentiert, u.a. war er 2007 zusammen mit dem ehemaligen VAPO-Gründer Gottfried Küssel beim Fest des neonazistischen "Bundes freier Jugend" (BFJ) anwesend. Seine Fotos von informellen Gedenkfeiern, zu denen er ganz offenbar Zugang hat, zeigen auch den Fürstenfelder Neonazi Franz Radl. Küssel und Radl können als zentrale Figuren der österreichischen Neonazis bezeichnet werden.

Und ausgerechnet mit diesem Taschner wird ein Noch-Immer-hoher Funktionär des RFJ, Stefan Juritz, wegen einer Prügelei und neonazistischer Parolen in einem Grazer Lokal angezeigt. Juritz war 2007 durch eine Aussendung aufgefallen, in der er die Abschaffung des Verbotsgesetzes forderte und wegen Wiederbetätigung angeklagte BFJ-Kader verteidigte. 2007 nahmen Juritz und Richard Pfingstl am selben BJF-Fest wie Taschner und Küssel teil. Ihre Aktivität in der Neonazi-Szene hatte keine Konsequenzen. Nur Richard Pfingstl flog 2009 aus dem Vorstand des RFJ, aber nicht wegen Neonazismus, sondern weil er in sichtlich unzurechnungsfähigem Zustand eigenmächtig eine allzu peinliche Presseaussendung verschickt hatte. Von einer Absetzung von Stefan Juritz ist jedoch bis heute nichts bekannt.
Wenn daher der Klubobmann der Grazer FPÖ, Armin Sippel, den Vorfall im "Zeppelin" mit der Bemerkung abtut, alle Beteiligten seien längst aus dem RFJ ausgeschlossen worden, so lügt entweder er - oder die Homepage des RFJ, auf der Juritz noch immer als Bezirksobmann grüßt. Sippel ist übrigens in derselben Burschenschaft wie Juritz, in der Germania im CDC, korporiert, und hat 2004 selbst beim neonazistischen Aufruhr-Versand ein Hemd mit der Aufschrift "Germania – 88" (88, Code für Heil Hitler) bestellt.

Unter dem Schutz und innerhalb der Strukturen von RFJ und FPÖ organisiert sich die Neonazi-Szene: Denn, um es klipp und klar zu sagen, Juritz und Pfingstl wurden nicht mit einem irgendeinem pubertierenden jugendlichen Neonazi beim Prügeln erwischt und 2007 in Gesellschaft von Küssel fotografiert, sondern mit einem, der zum harten Kern der Neonazi-Szene gehört.

Zugleich wurden in diesen Tagen weitere Vorfälle bekannt: Die Jugendreferentin der freiheitlichen Ortsgruppe Mariazeller Land, Silvana Wallmann, betreibt ein Lokal, in dem 2007 ein Neonazi-Konzert stattfand. Auf der Homepage dieses Lokals posierten Jugendliche in Neonazi-Fankleidung und mit Hitlergruß. Jahrelang geht das offenbar schon so, und niemanden regt es auf, nicht die Polizei, nicht die auch für Jugendschutz zuständige BH Bruck, und schon gar nicht den Herrn Gerhard Kurzmann, der ebenfalls seinen Auftritt in Wallmans Bar hatte.

Der FPÖ-Spitzenkandidat für St. Sebastian, Hans Ploderer, kommt aus der neonazistischen Skinhead-Szene, der stellv. Schriftführer der Ortsgruppe Mariazeller Land trägt eine 88 im Lorbeerkranz auf seiner Jacke. So ungeniert demonstrierte diese lokale FPÖ ihre Verbundenheit mit dem Neonazismus, dass ein Klick von der offiziellen Facebook-Seite der örtlichen FPÖ direkt auf das Portrait ihres Funktionärs mit der 88-Kleidung führte!

Zuletzt machte die FPÖ Fürstenfeld von sich reden: Ihr regionaler Spitzenkandidat, Markus Gruber, war noch 2005 die Nummer 2 auf der Liste des Langzeit-Neonazi Franz Radl. Dies erklärt vermutlich, warum Franz Radl bei einer Sitzung der Ortsgruppe mit "Heil Hitler" begrüßt wurde, was im Februar durch den Protest und Austritt eines FPÖ-Funktionärs bekannt geworden war.

Das ist die Partei, die weder die steirische ÖVP noch die steirische SPÖ als politische PartnerInnen ausschließen wollen, das ist die Partei, der mensch noch die dümmsten Ausreden durchgehen lässt, das ist die Partei, der kaum eine Zeitung offen ins Gesicht schreibt: Das sind Neonazis (nicht Rechte, nicht Rechtsextreme, sondern Nazis) in euren Reihen…

Wer am Sonntag FPÖ wählt, wählt die Neonazi-Szene mit!

und bevor hier jemand schwierigkeiten kriegt, sei noch drauf hingewiesen, dass herr sippel bestreitet, diese artikel jemals bestellt zu haben und sich nicht erklären kann, wie sein name plus daten auf die - gehackte - bestellliste des neonazistischen aufruhr-versands kam...
 
 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden  
Antworten mit Zitat Nach oben
Beiträge vom vorherigen Thema anzeigen:     
Gehe zu:  
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Vorheriges Thema anzeigen Druckerfreundliche Version Einloggen, um private Nachrichten zu lesen Nächstes Thema anzeigen

:: g24.at ==> site created by skillz.biz ==> with POSTNUKE ==> host: effet.info :: Info & Impressum :: AGB :: Datenschutz