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nomi
Titel: 7.12. - Stoppt die Banken Aktionstag  BeitragVerfasst am: 08.11.2010, 17:16 Uhr



Beiträge: 654

Nach nur wenigen Tagen hat StopBanque Europaweit seine Kreise gezogen und findet in immer mehr Ländern Beachtung und Zustimmung. Aus inzwischen 15 Ländern gibt es Aufrufe am 7. Dezember gemeinsam unser Geld abzuheben!

http://stopbanque.blogsport.de/


ich bin mir nicht ganz sicher was da im detail rauskommen wird / soll...
aber als symbolische aktion alleine find ich schon mal ziemlich super.

und weiter führts mich zur frage wo ich den so mein täglich geld liegen lasse...

hab mal kurz recherchiert und "kleine genossenschaftsbanken" ohne verstrickung zu großen banken / konzernen / etc sind einfach mangelware in Ö.
soweit ich sehe gibts nur die Sparda-Bank Linz, die nicht teil einer bankengruppe oder sonstwie verstrickt ist.

_________________
wo ist die realität ???
 
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b4z00
Titel:   BeitragVerfasst am: 09.11.2010, 15:49 Uhr



Beiträge: 25

also der tag is dann sozusagen perfekt für wohnungseinbrüche Wink
ernsthaft: was soll die aktion bringen?
 
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trugbild
Titel:   BeitragVerfasst am: 12.11.2010, 11:44 Uhr



Beiträge: 166
Wohnort: exil
is halt ähnlich wie der kaufnix-tag...
...um zu zeigen, dass konsument_innen einerseits schon auch darüber nachdenken können was sie tun u andererseits dass sie (zumindest als masse) die stärke hätten, druck auszuüben (was bei boykotts ja sogar manchmal funktioniert).

is halt ein symbolischer akt...

zu fragen, was die aktion bringen soll, is meiner ansicht nach so ähnlich wie zu fragen, was eine demo bringe soll...
(was ja durchaus eine berechtigte frage sein kann...)

_________________
do you have ideas - or do ideas have you?
 
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hochstapla
Titel:   BeitragVerfasst am: 13.11.2010, 07:07 Uhr



Beiträge: 527

... weil sich die banken in der tat ärgern, weil dein geld nicht für sie "arbeitet" - wenn sie es nicht haben, können sie es nicht investieren (was sie ja selten in unserem sinne tun)

nebeneffekt: dann hätten viele leute plötzlich einen batzen geld in der hand und könnten sich überlegen, etwa in ein wohnkollektiv zu investieren, oder einen kollektiven mini-bus...

_________________
kollektive intelligenz vs. private ignoranz
 
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b4z00
Titel:   BeitragVerfasst am: 14.11.2010, 14:14 Uhr



Beiträge: 25

das nicht alle ihr geld abheben können is klar. das geld gibts ja nicht.. also müssten da schon wirklich alle mitmachen, um alles kaputt zu machen. was auch nicht grad toll wär, weil ich zur zeit nicht wissen will, wie "revolution" aussehen würde.
wie gesagt. ich werd n paar wohnungen ausrauben am 7.12. Wink
 
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skillz
Titel:   BeitragVerfasst am: 24.11.2010, 13:02 Uhr
-.*.-


Beiträge: 3726
Wohnort: Graz
Internationale Kampagne formiert sich

Streitbar war der frühere Fußballstar von Manchester United, Eric Cantona, schon immer. Ein Rebell ist der Franzose auch als pensionierter Fußballer geblieben - nur weniger aggressiv. Statt mit Demonstrationen auf der Straße Widerstand zu leisten, rief er dazu auf, in großen Massen Geld von den Banken abzuziehen. Seine Idee stößt auf reges Interesse. Via Facebook und Blogs formiert sich in ganz Europa der Widerstand gegen die Macht der Banken: Am 7. Dezember soll der koordinierte Ansturm auf die Finanzinstitute stattfinden.
http://orf.at/stories/2026760/


http://www.bankrun2010.com/

_________________
**********
 
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nomi
Titel: Re: 7.12. - Stoppt die Banken Aktionstag  BeitragVerfasst am: 27.11.2010, 16:00 Uhr



Beiträge: 654

nomi hat folgendes geschrieben:

und weiter führts mich zur frage wo ich den so mein täglich geld liegen lasse...

hab mal kurz recherchiert und "kleine genossenschaftsbanken" ohne verstrickung zu großen banken / konzernen / etc sind einfach mangelware in Ö.
soweit ich sehe gibts nur die Sparda-Bank Linz, die nicht teil einer bankengruppe oder sonstwie verstrickt ist.


hat noch jmd nen beitrag dazu . ? was gibts für alternativen zu unicredit und co ?

_________________
wo ist die realität ???
 
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negation
Titel:   BeitragVerfasst am: 27.11.2010, 20:10 Uhr



Beiträge: 5

Eine scheiß Aktion deren Grundlage eine verkürzte Kapitalismuskritik ist an der Nazi-Ideologen wie Gottfried Feder eine Freude hätten. Schlicht ein Trauerspiel zu sehen wie die vermeintlich Linke hier in die Fußstapfen der deutsch-österreichischen Vergangenheit stolpern weil es an kritischer und grundlegender Auseinandersetzung fehlt.
 
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nomi
Titel:   BeitragVerfasst am: 27.11.2010, 20:33 Uhr



Beiträge: 654

negation hat folgendes geschrieben:
Eine scheiß Aktion deren Grundlage eine verkürzte Kapitalismuskritik ist an der Nazi-Ideologen wie Gottfried Feder eine Freude hätten. Schlicht ein Trauerspiel zu sehen wie die vermeintlich Linke hier in die Fußstapfen der deutsch-österreichischen Vergangenheit stolpern weil es an kritischer und grundlegender Auseinandersetzung fehlt.


das musst bitte genauer ausführen ..
bzw den nazi+feder link .. ???
hier gehts ja nicht um enteignung ...
und (verkürzte) kapitalismuskritik is faschismus oder wie .. ???
pff

ehrlich gesagt find ich deinen post ziemlich jenseitig ..
ka fundierte kritik deinerseits an der aktion und die faschismus keule .. hawidere...

_________________
wo ist die realität ???
 
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negation
Titel:   BeitragVerfasst am: 28.11.2010, 18:33 Uhr



Beiträge: 5

Nunja wenn es so ist das leute das hier gut finden, und das auch ohne das weitreichender zu begründen, empfinde ich es auch nicht unbedingt als nötig das ich mir die Finger wund tippe. Und wen es interessiert der kann erstens den Inhalt meines Postings als Anstoss sehen selber weiter zu recherieren, oder eben darauf reagieren. Insofern empfinde mein vorheriges Posting weder als jenseitig noch sonst irgendwie problematisch.

Und um die frage gleich zu beantworten, ja verkürzte kapitalismuskritk ist potenziell faschistisch. Eine verkürzte Kapitalismuskritk war ein fester Bestandteil der NS-Ideologie und eng mit dem Antisemitismus verwoben.

Aber bezüglich der "Jenseitigkeit" meines letztens Postings. Wenn ich mir anschaue wie hier bis jetzt diese Aktion begründet wurde ist das nur mit deren Symbolik passiert (mal abgesehen davon das wir die Banken ärgern würden... mhm ;D)

Was ist das für eine symbolische Wirkung die dem Ganzen zu kommen soll? Warum würde man ein Zeichen durch diese Aktion setzen? Und was wäre das für ein Zeichen?
Würde mich in dieser Hinsicht wirklich interessieren wie dieser Symbolgehalt von euch Begründet wird. Das richtet sich jetzt explizit an dich, nomi, und an trugbild.
Aber um zumindest einen Groben umriss von meiner Sicht auf das Ganze zu zeichnen, ich würde euch insofern zustimmen das der Gehalt dieser Aktion wenn dann nur ein symbolischer sein kann, nur das ich die Symbolik die ich in dieser Aktion sehe sehr unappetitlich finde.
Denn alleine die Annahme die dieser Aktion zugrunde liegt, nämlich dass der Kapitalismus über die 'Zerstörung' des Finanzwesens los zu werden ist, ist einfach dumm und zeugt von einer Betrachtungsweise in der das große Problem des Kapitalismus beim Zins zu suchen ist. Und genau hier ist eine ganz eindeutige Ähnlichkeit zur NS-Ideologie zu ziehen, wer sich alleine die Buchtitel der des von mir schon genannten Gottfried Feder anschaut wird wissen was ich meine.
Genauso wie die Kommentare auf der Facebook Seite der Aktion durchzogen sind von 'Zinseszins', 'Zinsjoch' und anderem Gequatsche das vom Symbolgehalt her in eine Richtung geht die mir sehr unsympatisch ist.

Und bevor das nächste mal darüber gemeckert wird das meine Reaktion keine fundierte Kritik enthält sollte sich zuerst mal Gedanken gemacht werden ob den der eigene Standpunkt den fundiert dargestellt wurde. Denn wenn ich selber nur von mir gebe 'finde dieses oder jenes gut' dann darf man sich nicht wundern wenn halt nur ein 'finde dieses oder jenes scheiße' zurück kommt. Also wie gesagt ich gehe gerne auf das alles näher ein, aber würde mir schon von euch erwarten das ihr euren Standpunkt auch etwas grundlegender und weitreichender begründen würdet.
 
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negation
Titel:   BeitragVerfasst am: 16.12.2010, 22:07 Uhr



Beiträge: 5

Na nomi, was ist?
 
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nomi
Titel:   BeitragVerfasst am: 17.12.2010, 17:36 Uhr



Beiträge: 654

hehe.. ja .. muss zugeben ich schieb die antwort schon länger vor mir her .. was eher mit zeitmangel als argumentativen notstand zu tun hat .. Wink

um nochmal bezug zu nehmen auf mein 1tes posting.

die symbolik für mich (bezüglich konkreter wirksamkeit hatte ich da ja auch meine zweifel und werde deswegen auch nicht näher drauf eingehen)

wer oder was hat denn die banken und in weiterer folge wirtschaft und einzelne staaten ins schleudern gebracht ?
meinem verständnis nach in erster linie die banken selbst ..
leichtsinnige kreditvergaben und spekualtionsgeschäfte ohne aufschrei staatlicher aufsichtsorgane führten zu x-milliardenverlusten die dann aufgrund der angst die finanzwelt ihrer eigenen dynamik zu überlassen in nationalen und internationalen hilfspaketen endeten...

staatsverschuldung steigt .. wer zahlt .. die bürger - wie wir rund herum sehen (und spüren, ich zumindest .. - du auch ?) in erster linie die ohne mächtige lobbys hinter sich .. zb familien + sozial schwache.

parallel dazu steigen die staatsschulden (bzw die zinsen derer) um ein mehrfaches an da sie durch die "rettungspakete" selbst als weniger kreditwürdig gelten .. ziemlich schräge optik würd ich sagen

in erster linie ist das natürlich ein versagen der politik und ihrer entscheidungs und kontroll organe .. aber natürlich auch schuld der banken und ihrer inharenten logik (und gier)

symbole sind natürlich oft etwas banaler als die komplexen hintergründe (über die ich sicherlich zu wenig bescheid weiss) aber symbole und einzelereignisse sind meiner meinung nach wichtiger teil von bewegung, bewusstmachung und veränderung...

insofern also den banken zu "zeigen" das sie von unserer kohle abhängig sind , und zwar einerseits von unseren einlagen und krediten andererseits von unseren steuergeldern .. find ich wichtig und richtig ..

denn was wird denn ständig sugeriert.. ??
"banken kann man auf keine fall fallen lassen weil das massive dominoeffekte nach sich ziehen würde.. " ich bezweifel dass dieses argument schwerwiegender ist als das folgende:
"die stützung der banken durch massive sozialkürzungen wird unsere (schon jetzt massive gespalten) gesellschaft weiter spalten bzw das ungleichgewicht arm - reich weiter vergrößern


ABER , und jetzt komm ich eigentlich zu dem punkt um den es mir geht und auf den es deinerseits keine antworten gab

ich hab schon klar im ersten posting und dann noch im 2ten posting zur diskussion über die möglichkeit sein geld sinnvoll " zu lagern" gebeten .. also die ganz persönliche ebene..

ich denk nur grad zb an die bank austria ..
oder raiffeisen - strabag - mochovce
in so einem institut mein geld zu lagern geht einfach gar nicht ..

wo sind die genossenschaftsbanken ..? die den namen noch verdienen ..
alternative bankenmodelle etc ..
das is die eigentlich interessante diskussion und nicht die über ein system das über kurz oder lang sowieso in sich zusammenstürzen wird...

wie gesagt .. die symbolik mag für den eine funken und den anderen nicht...
in erster linie führts zu einer bewusstmachung denk ich ..
und zur frage wo liegen die alternativen.


edit:
"Im Gegensatz zu Deutschland oder der Schweiz gibt es zurzeit in Österreich leider kein einziges Kreditinstitut, das ausschließlich nach ethischen Kriterien wie Ökologie, Tierschutz oder sozialen Aspekten arbeitet."
(lt. http://marktcheck.greenpeace.at) Confused

_________________
wo ist die realität ???
 
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t-.
Titel:   BeitragVerfasst am: 20.12.2010, 13:59 Uhr



Beiträge: 1508

im prinzip find ich die aktion gut - hab mich aber nicht näher damit auseinandergesetzt und deren standpunkte durchgelesen. zinsjoch (negation, kannst dazu einen link angeben?) usw. klingt aber tatsächlich nach sprachgebrauch aus der rechten ecke.

jedenfalls würde ich mein geld viel lieber bei genossenschaftliche banken lagern, die nach sozialen, ökologischen und ethisch korrekten prinzipen handeln, als bei den herkömmlichen instituten, deren praxis so prototypisch für den superkapitalismus steht: finanzmarktspekulationen/manipulationen ohne rücksicht wirkungen ausser der vermehrung des eigenen gewinns, der dann aber nicht den kunden zugute kommt, sondern wieder am finanzmarkt eingesetzt wird oder den aktionären ausbezahlt wird. wie auch immer, gute und fundierte kritiken darüber gibts unmengen (ich empfehle die lektüre von le monde diplomatique, bücher aus dem neuen ISP verlag, usw.).

wenn jemand solche genossenschaftlichen banken in österreich kennt, wäre ich für einen hinweis dankbar. ebenso über alternativen zu mastercard, visa und co. gibts wahrscheinlich nix, oder?

_________________
///kaum.at/////
 
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negation
Titel:   BeitragVerfasst am: 20.12.2010, 22:51 Uhr



Beiträge: 5

@nomi

Wenn du Interesse hast mit mir weiter zu diskutieren dann erwarte ich mir einen angemessenen Diskussionsstil, insofern das Fragestellungen und Aussagen die ich vorherigen Postings getroffen habe nicht einfach ignoriert werden. Und nachdem ich dir nicht unterstellen möchte das du nicht sinnerfassend lesen kannst ist es für mich naheliegend dass du das was ich bisher geschrieben hatte bewusst ausgeklammert hast.
Das es grundsätzlich um die Sinnhaftigkeit der Aktion geht, und dass du ihr diese durch ihre Symbolik zugesprochen hast und ich ihr mitunter genau deswegen abgesprochen habe das war bisheriger Status. Und nachdem du derjenige warst der die Behauptung aufgestellt hat, dass die Symbolik eben Sinnvoll wäre habe ich in meinem letzten Posting danach gefragt wie 'der Symbolgehalt von euch begründet wird.'.
Zitat:

Was ist das für eine symbolische Wirkung die dem Ganzen zu kommen soll? Warum würde man ein Zeichen durch diese Aktion setzen? Und was wäre das für ein Zeichen?

Die Fragestellungen die ich da gestellt hatte werden in deinem jetzigen Posting, wenn überhaupt, nur rudimentär beantwortet. Und das eine Diskussion bei der nicht mal klar umrissen ist was Gegenstand dieser ist, macht es mir zumindest nicht besonders viel Spaß und ist auch nicht besonders fruchtbar. Denn zumindest mir geht es um einen Erkenntnisgewinn und nicht um dummes Geplänkel. Und wenn das Zweck einer Diskussion sein soll dann sollte sie eine gewisse Verlaufsform haben.
Also bevor du jetzt damit anfängst mir sehr unzulänglich[1] zu erzählen worin du Ursachen für die jetzige Krise siehst. Bitte begründe doch einfach mal warum der Symbolgehalt der „Stoppt die Banken“ Aktion so sinnvoll sein soll. Das dein Blick auf die ökonomischen Verhältnisse durchwegs Teil dieser Begründung sein kann will ich dir damit nicht absprechen. Aber du solltest dann dieses Verständnis auch grundlegend und nachvollziehbar darstellen und nicht so fragmentarisch und unzusammenhängend. Wenn du mir mal dargelegt hast was für dich den Symbolgehalt dieser Aktion ausmacht, dann führe ich, wie bereits gesagt, gerne meine Kritik an diesen Symbolgehalt weiter aus (denn das was ich bis jetzt an Kritik an dieser Symbolik geäußert habe hast du ja mitunter ignoriert). Und im weiteren dann wohl auch meine Kritik an deinen Vorstellungen von Ökonomie die ich aus dem von dir jetzt geschriebenen zum Teil wohl schon erahnen kann...

Der eigentliche Punkt um den es dir geht? Ja du hast recht dir ging es darum mögliche Alternativen vorgeschlagen zu bekommen und dazu habe ich wirklich keinen Beitrag geleistet, da ich schlicht und ergreifend nicht wüsste was es für vermeintliche Alternativen gibt. Und ich es auch nicht als sinnvoll erachte mir darüber Gedanken zu machen. Da es mir darum geht die gesamtgesellschaftlichen Umstände, aus denen das worunter Menschen leiden entsteht, abzuschaffen, und ich es insofern als idiotisch und Zumutung empfinde Individuen abzuverlangen sich „richtig“ [2] zu Verhalten wenn sie in Verhältnissen leben die ihnen genau das strukturell verunmöglichen.
Und ich hatte nicht den Eindruck als ob es dir darum geht es zur Diskussion zu stellen ob es überhaupt so etwas wie Alternativen geben kann und warum diese und in welchem Sinne sinnvoll wären. Und nachdem ich schlicht keine „alternativen Banken“ nennen kann und das ja das war was du wolltest habe ich dazu nichts gesagt. Wenn du möchtest können wir uns aber auch gerne darüber, die Sinnhaftigkeit solcher 'Alternativen', unterhalten nur würde ich dich dann wieder bitten deinen Standpunkt dazu mal zu schildern. Denn mir ist es nicht klar warum es bei manchen Betrieben wie der Bank Austria, Raiffeisen etc. es „einfach gar nicht“ geht dort sein Geld zu lagern.
Und wenn du dich jetzt dazu hingerissen fühlst auf dieses Beispiel meinerseits konkret zu reagieren dann bitte komm mir nicht einfach mit einem „Ja die sind so böse weil... BlaBla“. Der Begründungszusammenhang sollte, wie bei der ganzen zukünftigen Diskussion, weitreichender bzw. überhaupt mal erläutert werden.

@t-.

Wie bereits gesagt befand sich dieser Sprachgebrauch in den Kommentaren zum Termin auf Facebook (http://www.fXXXbookneindanke.com/event.php?eid=171582926191592&ref=search) 'leider' sind die Kommentare auf die ich mich bezogen hatte nicht mehr aufzufinden da die Kommentare nur mehr bis zum 7. Dezember zurückreichend gespeichert sind.
Aber wie ich bereits in meinem zweiten Posting, zumindest ansatzweise nahe gelegt habe, ist die Auffassung von Kapitalismus die dieser ganzen Aktion zugrunde liegt so beschaffen das es ein eher rechtes als linkes Verständnis ist.

Es ist natürlich verständlich das es intuitiv sympathischer erscheint sein Geld bei Banken zu lagern die damit 'Gutes tun'. Das es sich dabei aber eher um scheinbar Gutes handelt, da sich auch Banken/Unternehmen die sich ideell anderes auf die Fahnen schreiben nicht dem destruktiven Gesamtzusammenhang, der dieser Gesellschaft zugrunde liegt entziehen können, führt dazu das man sich im besten Fall ein reines Gewissen zulegt. Und durch ein reines Gewissen ändern sich nun mal nicht die Verhältnisse, sondern im Gegenteil sie werden zementiert. Da man sich selbst in eine Position begibt in der es nicht als nötig erscheint sich weitreichender mit Dingen zu beschäftigen, und sich höchsten Gedanken über das eigene Konsumverhalten zu machen. Das Konsumverhalten ist aber kein Faktor über den sich die grundlegende gesellschaftliche Verhältnisse ändern lassen, Fairtrade-Kaffe und Bio-Gemüse ändern nichts daran das die Form der Wirtschaft eine kapitalistische bleibt.

Darf ich denn fragen was du unter Superkapitalismus verstehst und inwiefern er sich von 'wie-auch-immer-du-das-davor-nennst' unterscheidet?
Denn das am Finanzmarkt spekuliert wird und die Produktion unter der Maxime des Profits steht ist wohl für 'jede Form' von Kapitalismus typisch. Und so wie du das beschreibst ist es naheliegend das
es vor diesem „Superkapitalismus“ einen Kapitalismus gab der irgendwie besser funktioniert hat oder wie auch immer sympathischer war. Und das ist dann eine Aussage die du mir bitte weiter Begründen müsstest.
Auch würde ich es interessant finden warum du so eine Gewichtung auf den Finanzmarkt legst, die 'reale' Produktion ist ebenso spekulativ[3] und genauso auf eine Gewinnmaximierung ausgelegt wie der Finanzsektor.




[1] In dem Sinn das du nur Aussagen aber keine dazugehörigen Begründungen anführst. Und um dir dazu ein konkretes Beispiel zu nennen wenn du sagst „insofern also den banken zu "zeigen" das sie von unserer kohle abhängig sind ,[...] .. find ich wichtig und richtig ..“ fehlt mir da eben die Begründung weshalb du das als wichtig und richtig empfindest.

[2] In einem grundlegenden Sinn, bedeutet nicht das es kein Verhalten gibt das unter gegebenen Umständen richtig ist, aber darunter verstehe ich dann ein Verhalten das darauf abzielt die Verhältnisse als Ganzes zu beseitigen, und nicht systemimmanentes herumkrebsen.

[3] Genauso wie es sich nicht bestimmten lässt wie sich Aktienkurse entwickeln, lässt es sich auch nicht bestimmten wie Absatzzahlen von Produkten aussehen.
 
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nomi
Titel:   BeitragVerfasst am: 21.12.2010, 00:23 Uhr



Beiträge: 654

ich muss jeden weiteren (längeren) diskussionsbeitrag auf nach weihnachten / silvester verschieben ..
erstens viele um die ohren , 2tens dringend web auszeit...

bezüglich ausklammern von fragestellungen:
nicht weil ich nicht drauf antworten will ..
mir fehlt schlichtweg die zeit dafür. leider ..

nur kurz zu folgendem

Zitat:

Da es mir darum geht die gesamtgesellschaftlichen Umstände, aus denen das worunter Menschen leiden entsteht, abzuschaffen, und ich es insofern als idiotisch und Zumutung empfinde Individuen abzuverlangen sich „richtig“ [2] zu Verhalten wenn sie in Verhältnissen leben die ihnen genau das strukturell verunmöglichen.


das macht mir deine position viel verständlicher. aber auch jede weitere diskussion sehr sehr schwer... bzw. is das doch der kernpunkt an der geschichte.. "die gesamtgesellschaftlichen Umstände abschaffen"

es ist nicht so das ich das grundlegend idiotisch finde .. ganz im gegenteil ..
nur imo wirds das zumindest auf die schnelle net spielen .. nicht weil das strukturell unmöglich wäre - aber ich denke an die millionen und milliarden menschen und deren bewusstsein - da geht nix von heut auf morgen .. hmhm ..

aber ja .. alles verkürzt und gedanken nicht ganz geordnet.. bald mehr

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