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letzGo
3 Titel: Junge Linke auf tour in Österreich!  BeitragVerfasst am: 11.01.2011, 23:06 Uhr



Beiträge: 2

Zitat:
2.2. Salzburg, 2.3. Graz, 2.4. Graz, 2.5. Wien, 2.6. Linz, 2.7. Salzburg

Da Referent_innen von Junge Linke in den letzten Jahren öfter von verschiedenen linken Gruppen in Österreich zu Veranstaltungen eingeladen wurden, haben wir uns überlegt, mal eine kleine Veranstaltungstour durch Österreich zu machen. Wir werden uns mit ein paar Leuten einen Bus schnappen und vom Mittwoch, d. 02.02.2011 bis zum Montag, d. 07.02.2011 in Österreich herumfahren, Abendveranstaltungen, Workshops usw. anbieten. Die Termine in den Städten stehen soweit fest, die Themen könnten evtl. noch geändert werden, die Veranstaltungsorte – soweit sie noch nicht feststehen – schaut bitte später nochmal unter www.junge-linke.org nach. Die Tour wird in Zusammenarbeit mit folgenden Gruppen gemacht: Assoziation zur Demontage des Bestehenden Graz, Autonome Antifa Wien, GRAS Salzburg und Infoladen Salzburg.

Das Programm, Zeiten und Orte:

2.2. Salzburg, Abendveranstaltung im Infoladen Lasserstr. 26, 19-22.00 Uhr.

Was ist Nationalismus?

Politiker wie die Normalbürger sprechen weltweit gerne vom „wir“, von „unserer Nation“, vom unschlagbaren Nutzen der Gemeinschaft und der Pflicht für diese gewisse Opfer zu bringen. Was da los ist und warum wir das schlecht finden wollen wir diskutieren.



3.2. Graz, Workshoptag im Juz „Explosiv“, Bahnhofsgürtel 55a, 8020 Graz.

16.-19.00 Uhr (parallel 2 Themen):

Sozialstaat

Viele Menschen sehen im Sozialstaat die Bekämpfung der Armut. Wir meinen, dass er die Armut betreut und erhält, damit der Kapitalismus klappt.

Einführung in die Kapitalismus-Kritik

Kapitalismus ist: Arbeiten gehen, auch wenn man nicht mehr kann. Arbeiten erledigen, für die es längst technische Lösungen gibt. Nichts kaufen können, wenn man nicht genug Geld hat. Wir wollen nicht mehr Geld für alle, sondern gar keines. Stattdessen eine Produktion für Bedürfnisse.

20-22.00 Uhr (2 Workshops parallel)

Kritik der Religion

Religiöse Menschen kann man nicht mit Argumenten überzeugen – sie glauben ja. Man kann aber eine Menge über die Logik des religiösen Bewusstseins sagen, das viel über ein bescheidenes und zugleich sehr aktives Lebensziel aussagt.

Konsumkritik

Wer Fairtrade-Kaffee kauft und Nike-Schuhe im Einkaufsregal stehen lässt, ist Konsumentin für eine bessere Welt. Im Workshop geht’s um die Analyse, was daran nicht aufgeht.



4.2. Graz, Workshop im Juz „Explosiv“, Bahnhofsgürtel 55a, 8020 Graz.

Die sexuelle Revolution von 1968 und ihre Folgen

Über die sexuelle Befreiung, die Selbstzurichtung in der sexuellen Sphäre für den Konkurrenzkampf und dem reaktionären Gehalt populärer Kritiker.



5.2. Wien, Workshoptag, im Kunst und Kulturzentrum „Das Werk“, Neulerchenfelderstraße 6-8, 1160 Wien.

13.-16.00 Uhr (parallel 3 Themen):

Das Volk

Was ist das Volk? Worauf beruft sich jemand, wenn er im Namen des Volkes spricht? Welche Stellung hat das Volk im Nationalismus?

Bevölkerungspolitik und die Sarrazin-Debatte

Im Workshop wird das Verhältnis des Staates zu seiner Bevölkerung behandelt und wie er versucht, diese mithilfe von verschiedenen Maßnahmen an seine Bedürfnisse anzupassen. Als Beispiel dient u.a. Thilo Sarrazin, der für sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ 2010 außerordentlich viel Applaus erhielt.

Privateigentum und bürgerliche Herrschaft

Der Zusammenhang von Privateigentum, kapitalistische Konkurrenz und staatlicher Herrschaft soll hier zur Diskussion gestellt werden.

17.30- 20.30 Uhr (parallel 3 Themen):

Sozialstaat

Viele Menschen sehen im Sozialstaat die Bekämpfung der Armut. Wir meinen, dass er die Armut betreut und erhält, damit der Kapitalismus klappt.

Oktoberrevolution

Über den Inhalt und die Mythen einer Revolution, die irgendwie in der Linken immer noch als positiver Bezugspunkt gilt und gleichzeitig doch nicht mehr ganz so gut gefunden wird.

Wahlen

Über die Herrschaft des Volkes für das Volk und über das Volk.



6.3. Linz, Workshoptag, Ort steht noch nicht fest und wird hier nachgetragen sobald er fix ist.

16.-19.00 Uhr (prarallel 2 Themen):

Das Volk (siehe oben)

Wahlen (siehe oben)

20-22.00 Uhr (parallel 2 Themen):

Was ist Nationalismus? (siehe oben)

Kritik der Religion (siehe oben)



7.3. Salzburg, Workshoptag im „SUB“, Mülnnerhauptstr. 11b

16.-19.00 Uhr: Der Krieg in Afghanistan

Nach 8 Jahren Krieg fragen sich die Alliierten Anfang 2010 warum sie diesen Krieg eigentlich noch führen. Haben sie das vorher nicht gewusst?

20-22.00 Uhr: Oktoberrevolution (siehe oben)



http://www.junge-linke.org/de/junge-lin ... osterreich
 
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moe69
Titel:   BeitragVerfasst am: 14.01.2011, 09:52 Uhr



Beiträge: 479
Wohnort: Graz
Zitat:
Wir wollen nicht mehr Geld für alle, sondern gar keines. Stattdessen eine Produktion für Bedürfnisse.


Planwirtschaft, hm? Weil das in so vielen Ländern in den letzten 70 Jahren so eindrucksvoll funktioniert hat und anch wie vor noch in Kuba und Nordkorea praktiziert wird, unglaublich dass sich junge, aufgeklärte (teilweise eventuell sogar gebildete) Menschen sich dafür einspannen lassen, Auswüchse diktatorischer Regime (und nichts anderes waren ebendiese in denen Planwirtschaft praktiziert wurde) für gut zu empfinden und schön weiter zu propagieren.

Kurze Erläuterung die ich im Internet gefunden habe und die es auf den Punkt bringt. Ich behaupte nicht, das Kapitalismus und Neoliberalismus das Allheilmittel ist, aber war ihr euch denkt bzw. wie ihr euch die Welt in euren Köpfen zurechtrückt, da fällt mir ad Hoc nur Pest mi Cholera oder "mim Bettler Stecken tauschen" ein.

Zitat:
Planwirtschaft: alles Staat

Alternativ zur sozialen Marktwirtschaft entstand in den kommunistischen Ländern die zentrale Verwaltungswirtschaft, die als Planwirtschaft bekannt geworden ist. Dabei zählt nicht der Einzelne als Wirtschaftsmotor, sondern der Staat stellt den Plan auf, wie gewirtschaftet werden soll und er steuert auf allen Ebenen die wirtschaftliche Entwicklung.

So werden die Preise vom Staat festgelegt, alle Wirtschaftssysteme wie die Landwirtschaft und die Produktion werden vom Staat gesteuert und unterliegen auch der Willkür des Staates. Ist er mit der Entwicklung nicht zufrieden, kann er das System von einem Tag auf den anderen ändern - Unternehmen haben hier nichts zu melden.

Vorteile der Planwirtschaft
Die Planwirtschaft hat natürlich kein positives Image, aber es gibt doch Vorteile, die nicht unerwähnt bleiben sollen. Soll sind die Preise in der Planwirtschaft häufig sehr niedrig angesetzt. Es gibt kaum zyklische Unsicherheiten, wie sie in der sozialen Marktwirtschaft anzutreffen sind, wodurch das Überraschungsmoment wegfällt und man stabile Verhältnisse vorfindet. Die Strukturen in den höheren Etagen der Unternehmen können schmal gehalten werden.

Nachteile der Planwirtschaft
Die Liste der Nachteile ist natürlich deutlich länger und daher war es nur eine Frage der Zeit, bis die Planwirtschaft Probleme bekam. Die Preise sind staatlich gesteuert und es gibt kein System von Angebot und Nachfrage. Das Warenangebot ist auch vom Staat festgelegt und wenn sich Menschen andere oder mehr Waren wünschen, haben sie schlichtweg Pech gehabt.

Der einzelne Mensch hat nichts zu melden, eigene Ideen sind nicht gefragt und damit ist die Motivation auch nicht gegeben, innovativ tätig zu werden. Die Planwirtschaft denkt gesamtwirtschaftlich, sodass alle Branchen dem Gesamtziel unterworfen sind, auch wenn sie produktiver sein könnten. Die Wirtschaft dient dem politischen Willen und nicht der wirtschaftlichen Entfaltung.

Schließlich ist noch der riesige Verwaltungsapparat zu erwähnen, der für die Koordinierung nötig ist. Im Gegenzug gibt es nicht ausreichende Waren und Angebote für die Menschen und es gibt auch kein Privateigentum.

_________________
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hochstapla
Titel:   BeitragVerfasst am: 15.01.2011, 17:52 Uhr



Beiträge: 527

wer mag dem moe "bedarfswirtschaften" erklären? er ist halt in einer vertrottelten wirtschaftweise aufgewachsen. mit james bond als "onkel".

also, das geht so: der bedarf wird ermittelt, dann wird die nötige tätigkeit verteilt, dann wird produziert, dann verteilt. das erspart werbung und konkurrenz, überproduktion und suche (nach sinnlosen absatz-)märkten.

ohne welt-revolution tun sich viele staaten halt schwer, es muss auch das globale einkommen bedarfsorientiert verteilt werden.

dass das jetzt keine verteidigung irgendwelcher nationalstaaten ist, versteht sich von selbst (der witz ist die demontage der nationalstaaten), da nur wenige nationen imstande wären, ihren gesamten bedarf auch vollständig abzudecken.

dass es in Cuba halt nicht so viel konsum-scheiss gibt, liegt ua an den handels-embargos (nicht weil die nicht so fleissig oder schlau sind wie du und ich).

und einige bedarfsorientierten schritte auf Cuba, von denen ich weiss, find ich auch für ¤uropa empfehlenswert. (keine "marken", autostopp-stellen, ...)

(dies ist kein statement der "Jungen Linken")

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moe69
Titel:   BeitragVerfasst am: 16.01.2011, 19:12 Uhr



Beiträge: 479
Wohnort: Graz
Nein, das ist ein Statement von einem vertr******** Möchtegernrevoluzzer in den 20ern, den die Kommunisten offenbar erfolgreich eingekocht haben bzw. der das Buch "das Kapital" vom Marx nach 20maligem Lesen wirklich ernst genommen hat und es offenbar mit einer Art Bibel gleichsetzt. Weisst was? Deine sog. Bedarfswirtschaft ist gleich zum Scheitern verurteilt (hat ja die Geschichte bewiesen) wie der sog. Neoliberalismus, Liberalismus, Lenkungswirtschaft und viele Modelle mehr. Einzig eine gemäßigte soziale Marktwirtschaft könnte der Ausweg sein, aber sicher kein mehrfach gescheitertes Modell aus dem vorherigen Jahrhundert.Klar, für Dich wäre das fein, weil in so einem Wirtschaftsmodell jeder Taugenichts mitgeschleppt und ausgehalten wird, ganz egal ob er was tut oder nicht. Aber wer sich an Weihnachten öffentlich in einem eigenen Topic in einem öffentlich zugänglichen Forum an gewalttätigen Anschlägen auf Menschen und Leben sowie öffentlichem Eigentum erbaut, was soll man da weiter diskutieren, letzter Abschaum, Millionen Lichtjahre von jeglichem Humanismus entfernt aber dann immer groß den sozialen Menschenfreund rauskehren der gegen das globale Unrecht eintritt...Kasperl, geh Schei*** mit Deiner Heuchelei! ... kein Wunder dass die User(aktivitäten) hier immer weniger werden, da hat kein Facebook Schuld, sondern eher dieses unsägliche, weltfremde Geplapper, jeglicher linksgerichteter, alternativdenkende, gebildete Mensch wendet sich von so einem Geschreibsel angewidert ab und denkt einen Dreck daran sich mit Leuten wie Dir zu solidarisieren oder zu sympathisieren.

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letzGo
Titel:   BeitragVerfasst am: 16.01.2011, 19:56 Uhr



Beiträge: 2

@Moe

Eigentlich hat dein Einwurf bereits durch seine Form per se nicht ernst
zu nehmen, da er sich damit eigentlich schon selbst jeglicher Substanz
die er haben könnte entzieht. Sich einen einzelnen Satz heraus zu
picken, dort dann Dinge hinein zu interpretieren die nicht da sind und
dann, rhetorisch verpackt, darauf hinzuweisen das man doch einsehen
müsste wie unvernünftig das ist, zeugt von einem doch sehr simplen
Zugang zur Welt. Oder zumindest von einer sehr unbeholfenen Art sich mit
Dingen auseinander zu setzen.
Aber gut nachdem wahrscheinlich auch du ein „junger, aufgeklärter
(teilweise eventuell sogar gebildeter) Mensch“ bist wollen wir es uns
nicht so einfach machen wie du und ein wenig ausführlicher auf das
reagieren was du uns wohl zu sagen hattest.

Hättest du dir die Mühe gemacht dir ein Bild von der Gruppe die du zu
kritisieren versuchst zu machen hättest du merken müssen das die
Analogie die du zum Realsozialismus herzustellen versuchst Schwachsinn
ist. Hättest du auf der Seite von Junge Linke zumindest deren
Selbstverständnis gelesen hätte dir auffallen müssen das sie mit
derartigen Ideen nichts anfangen können und das diese Ideen bei ihnen
auch Objekt der Kritik sind.[1]
Im weiteren sind Junge Linke durchwegs daran interessiert eine
inhaltliche Auseinandersetzung zu ihren Standpunkten zu führen[2],
nachdem du an diesen Kritik zu haben scheinst und es dir ein Anliegen
ist diese auch zu äußern legen wir es dir nahe ihnen eine Nachricht mit
deiner Kritik zu kommen zu lassen. Und würden dich bitten diese
Nachricht auch hier zu posten, da es uns ein Anliegen is an
Kritik zu wachsen.

Auch wenn dein Einwurf mit der Planwirtschaft eigentlich keine Grundlage
hat, insofern als das wir uns nicht als Verfechter des Realsozialismus
noch von hirnrissigen Ideen einer zentralistischen Planwirtschaft
verstehen, sei soviel gesagt, dass der Schluss den du ziehst
wenn du den Sprung von den realsozialistischen Beispielen zu den Ideen hier
machst zeugt nicht davon das wir „uns im Kopf die Welt zurecht rücken wie
wir wollen“, sonder das du einen unglaublich undifferenzierten Blick auf
eben diese hast.

Schaue sich mensch nur einmal die Argumentation des Artikels an, der es
angeblich „gut auf den Punkt“ bringt (übrigens, Quellen Angaben wäre
nicht schlecht). Im Gesamten ist dieser Text zu nichts
zu gebrauchen.

Vorweg sei erwähnt, dass der Maßstab für das Funktionieren immer der,
der kapitalistischen Gesellschaft ist. Dem wollen wir nicht entsprechen.

Dir ging es, aus welchen Gründen auch immer, um bedürfnisorientierte
Planwirtschaft in der Diskussion und
hier wird von einer „Willkür des Staates“ gesprochen. Hinterfragt wird
dabei auch nicht warum es einen Staat benötigt um bedürfnisorientiert
produzieren zu können noch in welchem Zusammenhang Staat und
Kapitalismus stehen. Es wird einfach als „natürlich“ angenommen, dass
es so etwas gibt.

In dem Absatz wo es um die Vorteile der Planwirtschaft geht, wird
hervorgehoben, dass die Preise niedrig sind und es stabile
Marktverhältnisse gibt.
Wir wollen keine niedrigen Preise für Waren, wir wollen keine Warenform
und auch keinen stabilen Markt. Aber dazu gibt es auch einen Workshop in
Graz „Einführung in die Kapitalismuskritik“ damit du dich eben mit dem
Zusammenhang zwischen Ware, Privateigentum, Preis, Markt, Staat etc.
auseinandersetzt und erkennst warum die Kategorien an sich schon
schlecht sind und begreifst, dass die kapitalistische Produktionsweise
gar nie das Ziel hat, die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen. Da
hilft auch der Verweis auf nicht funktionierende „realsozialistische
Staaten“ nicht weiter.

Naja, was sollen wir zu den Nachteilen sagen? Wenn nichts anderes gesagt
wird als „die Planwirtschaft ist schlecht, weil sie die Prinzipien des
Kapitalismus nicht gut umzusetzen weiß“, dann hat jemand nicht
verstanden worum es bei einer bedürfnisorientierten Produktion gehen
soll. Wir können wieder darauf verweisen, dass sowohl wir als auch JL,
sich mit dir und dem Verfasser des Textes auseinandersetzen und
eine gute Möglichkeit dazu ist die Veranstaltungsreihe.

Zu deinem Versuch eine Kritik, die auf das nicht Bestehende verweist und
somit auf die Möglichkeit eines besseren Lebens für alle, unmöglich zu
machen. Ein Zitat aus der Jungle World vom 1. Oktober 2009 [4]

„Das Scheitern des Realsozialismus hat nicht die Notwendigkeit
widerlegt, den Kapitalismus als ein verselbständigtes, überflüssiges
Zwangsverhältnis abzuschaffen. Auch lässt sich aus seinem Niedergang
kein Argument ableiten, warum eine kommunistische Gesellschaft
prinzipiell unmöglich sein sollte. Gleichwohl muss eine
antikapitalistische Bewegung kritisch darüber diskutieren, warum alle
bisherigen Versuche, sich über die kapitalistische Produktionsweise zu
erheben, so grandios gescheitert sind. Denn gemessen am Marxschen Diktum
vom »Verein freier Menschen« stellt sich die Geschichte des realen
Sozialismus als Farce dar. Die Ostblockstaaten stützten zwar insgesamt
kein System privatkapitalistischer Produktivitätskonkurrenz. Doch ebenso
wenig verwirklichten ihre ökonomischen Planwerke die Freiheit
selbstbewusster gesellschaftlicher Produzenten. Ihre
Produktionssteuerung unterstand staatspolitischen Zwecken und Zwängen.
Maßgeblich waren in letzter Instanz nicht Entwicklungsziele der
technischen Naturbeherrschung und Güterversorgung, sondern die
Imperative der bewaffneten Systemkonkurrenz. Es regierte nicht
Produzentenautonomie, sondern Staatszwang. Im Rahmen einer Selbstkritik
der linksradikalen Bewegung sollte über die Analyse des Realsozialismus
engagiert gestritten werden. Nicht, um den Kommunismus ad acta zu legen,
sondern gerade, um ihn wieder auf die Agenda zu setzen.“


1.
Zitat:
An der DDR und dem östlichen Staatenbündnis finden wir gerade
mal gut, daß sie den Imperialismus ein bißchen behindert haben. Viel
mehr Positives fällt uns zu den linksnationalistischen
Arbeiterbeglückungsversuchen nicht ein. Vom Proletkult und anderem
leninistisch-stalinistisch-trotzkistisch- maoistischen Mumpitz halten
wir nichts. Liebeserklärungen an die ArbeiterInnen, “das Volk” oder “die
kleinen Leute” wird mensch bei uns nicht finden. Der kumpelhafte
Schulterschluß mit den Unterdrückten verstellt nämlich den Blick auf
deren falsches Bewußtsein. Das aber gehört kritisiert. Gerade weil wir
wissen, daß sie es sind, die überhaupt was ändern könnten.

http://www.junge-linke.org/ueber_uns

2. http://www.junge-linke.org/briefe

3. http://strassenauszucker.blogsport.de/2 ... zialismus/

4. http://jungle-world.com/artikel/2009/40/39524.html



Bezug nehmend auf das zweite Posting von dir, dass wir jetzt erst gelesen haben. Auf so eine Auseinandersetzung, die nur auf persönliche Angriffe abzielt, in einer Art und Weise, die uns gruseln lässt, haben wir wirklich keine Lust.

Edit: Korrektur Tippfehler.
 
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hochstapla
Titel:   BeitragVerfasst am: 18.01.2011, 23:18 Uhr



Beiträge: 527

@moe: wenn du nicht gleich wieder in meine provokationen reingerannt wärst, hättest du rausgelesen, dass mir klar ist, dass es immer "so etwas wie einen" markt geben wird - im schlimssten fall. was "der markt" halt auf chaotische weise tut, könnten intelligente menschen mittels intelligenter technik auf intelligente weise: den bedarf ermessen und abdecken.

eine "soziale marktwirtschaft"ist keine, weil sie nämlich keine bleiben wird, weil in ihr enthalten ist: a.) andere anzustellen (sprich mehwert=profit aus ihnen zu extrahieren), b.) diese möglichkeit zu erben, c.) alle menschen lohnabhängig sind.

trifft all das nicht zu, stimm ich dir zu, ich bin da nicht monotheistisch, alle wege führen raus aus Rom.

wenn dir über weihnachten entfallen ist, dass krise ist und du eigentlich nichts zu feiern hast, freuts mich dass du dich ereifert hast; dass die ital studies "in riscosa" keinem was zuleide tun, ist evident (da geht wieder der James Bond mit dir durch). technisch hätt dein gemotze sowieso in die passende rubrik gepasst, aber weil hier keineR aufräumt, bleibts wohl hier.

in diesem sinne, komme der kommende aufstand für humanismus und bedarfswirtschaft

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