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Murbua
Titel: derstandard pro-Kinderarbeit  BeitragVerfasst am: 31.07.2012, 09:05 Uhr



Beiträge: 261

sagt mir, dass das ironie ist, und nicht blanker zynischer kapitalismus (ich versteh' oft den schwarzen ösi-humor nicht):

http://derstandard.at/1342948098275/Las ... r-arbeiten

- es ist also nicht strafbar, "fair-trade"-kinderarbeit zu propagieren?
 
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t-.
Titel:   BeitragVerfasst am: 01.08.2012, 10:54 Uhr



Beiträge: 1504

der beitrag hört sich teilweise nach zynismus an, ich geb dir recht. ich glaub aber nicht, dass das ironisch gemeint ist.

die argumentation, dass ein verbot von kinderarbeit mehr schaden anrichtet, wenn die kinder dann in schutz- und regelloser illegalität arbeiten müssen, ist schon nachvollziehbar und richtig.
so gesehen, sollte kinderarbeit tatsächlich nicht verboten werden, solange die restlichen rahmenbedingungen in den betroffenen staaten nicht passen.

ich glaube aber nicht, dass man kinderarbeit nicht verbieten soll. kinder haben ein recht auf ein kindergerechtes aufwachsen, ohne dass sie zu früh in verantwortungsvolle rollen gedrängt werden. arbeitende kinder haben das nicht!

http://derstandard.at/1342948098275/Las ... r-arbeiten
Zitat:
Die Erwerbstätigkeit von Minderjährigen sollte nicht verboten sein. Sie kann einen wichtigen Beitrag zum Selbst- oder Familienerhalt darstellen und auch der Selbstfindung und Sinnstiftung dienen. Im Mittelpunkt sollten dabei immer die Bedürfnissen der betroffenen Kinder und deren Familien stehen und nicht die moralischen Prioritäten gesättigter Konsumenten in den Industrienationen. Daher ist Kinderarbeit keinesfalls abzuschaffen, aber die Bedingungen sind so weit zu verbessern, dass ein menschenwürdiges und sinnvolles Arbeiten auch für Minderjährige möglich ist, ohne sie dem Abgleiten in die Kriminalität und Schutzlosigkeit auszusetzen. (Michael Hart, derStandard.at, 30.7.2012)

_________________
///kaum.at/////
 
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Murbua
Titel:   BeitragVerfasst am: 01.08.2012, 14:07 Uhr



Beiträge: 261

der typ ist sooo zynisch, der meint das ernst. (aber dass er was von "selbsterfahrung" labert, schlägt dem fass den boden aus!)

klar sollten Kinder nicht bestraft werden, wenn ihre Eltern zu wenig Geld haben. der Handel, also Kauf und Verkauf von Produkten oder Dienstleitungen aus Kinderarbeit, sollte bestraft werden, und von dem Geld dann Sozialhilfe für die Eltern (plus Prämien für wenig Kinder!) bezahlt.

... aber nicht, damit i-ein privelligierter wichser dann "mit gutem gewissen" "dienstleistungen" und waren von kindern (die mit ihren eigenen eltern konkurrieren UND nie eine ausbildung von innen sehen werden) shoppen kann. und sich "liberal" oder "fair" dabei vorkommt.

aber es ist ähnlich wie bei sextourismus/prositution: der kapitalimus selbst ist die ursache, alle drei themen sind an sich also unlösbar (nur erleichterbar oder verschlimmerbar) solange nicht ernsthaft umverteilt/umgebaut wird.
 
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daveste
Titel:   BeitragVerfasst am: 04.08.2012, 14:10 Uhr



Beiträge: 5

Ich finde - und da gebe ich dem Video Recht - man kann nicht westliche Standards sofort in Entwicklungsländern aufzwängen und verurteilen, vor allem wenn mir hinter vor gehaltener Hand auch davon profitieren. (auch wenn mich diese Tatsache nicht erfreut)
Kinderarbeit kann man nicht von heute auf morgen abschaffen, das ist auch strukturell bedingt (viele Familieneinkommen sind vom Beitrag der jungen abhängig) und aufgrund dieses Zwanges, ohne Geld schwer überleben zu können (außer man lebt in solidarischen Netzwerken o.ä.), gibt es quasi einen Zwang zu arbeiten.

Wo man in der Debatte ansetzen sollte, ist, für wen produziert wird.

Man sollte überhaupt die Bedingungen anders setzen ... ich finde es gut, sich auf die Handelsstrukturen anzuschauen: Fokus auf "Welthandel". Durch die billigeren Preise, die u.a. durch Kinderarbeit (ausgebeutet oder nicht) auch möglich werden, kommt es überhaupt dazu, dass wir dort "einkaufen", statt es lokal zu produzieren.

In einer gewissen Weise finde ich es sogar gut, dass Kinder sowohl theoretisch (Schule), wie praktisch (Handwerk, Haushalt) lernen können und sollen. Nur halte ich das gegenwärtige Arbeitsmodell für falsch, stattdessen sollte es darum gehen, auf allen Ebenen stabile (nachhaltige) Strukturen zu schaffen, in der Arbeit nicht negativ gesehen wird (wie in Industrieländern großteils, so habe ich das Gefühl). Dabei sollte Arbeit keinen ökonomischen Zwängen unterliegen, sondern eher Spaß, Lernen und Nutzen (für dich und für dein Umfeld) bringen.
Ich schließe mich der Meinung an, dass man Strukturen und Wirtschaftsweisen ändern muss, um das Problem konstruktiv anzugehen, im gegenwärtigen Wirtschaftsdenken halte ich die Abschaffung für sehr problematisch bzw. schwierig.
 
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Murbua
Titel:   BeitragVerfasst am: 09.10.2012, 07:23 Uhr



Beiträge: 261

daveste hat folgendes geschrieben:
Ich ... kann nicht westliche Standards sofort in Entwicklungsländern aufzwängen und verurteilen...


doch, das nennt sich universalismus und "declaration of human rights". das, was du da betriebst nennt sich "kultur-relativismus"

daveste hat folgendes geschrieben:
Wo man in der Debatte ansetzen sollte, ist, für wen produziert wird. .


vor allem, WER für wen produziert. die debatte ist übrigens so alt wie die arbeiter_innen-bewegung.[/quote]

daveste hat folgendes geschrieben:
Kinderarbeit (ausgebeutet oder nicht)

in der frage: du meinst also ernsthaft, i-wo sei "nicht-ausgebeutete" kinderarbeit zu finden, nachdem du dich selbst als profiteur/komplize erkannt hast? profit beruht auf der entnahme von kapital aus fremder arbeit (=ausbeutung).

daveste hat folgendes geschrieben:
In einer gewissen Weise finde ich es sogar gut, dass Kinder sowohl theoretisch (Schule), wie praktisch (Handwerk, Haushalt) lernen können und sollen.

Sowohl? schickst du deine kinder/enkeln nach dem teppichknüpfen/nachhaltiger heu-arbeit noch auf die abendschule?

der opa von einem Spez von mir arbeitete sein leben lang als gürtelverkäufer. das stellt seine gesamte ausbildung dar, und das ist ein exemplarischer fall.

kinderarbeit (gutzuheissen) IST nachhaltig: es zementiert die gegenwärtige problematik.

aber in einem geb ich dir recht: die lösung dieses problems ist die wirtschaftliche frage. wer produziert was für wen?
 
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daveste
Titel:   BeitragVerfasst am: 02.11.2012, 02:49 Uhr



Beiträge: 5

Zitat:
doch, das nennt sich universalismus und "declaration of human rights". das, was du da betriebst nennt sich "kultur-relativismus"


du hast mich da ein wenig missverstanden: mir ging es nicht darum, dass jedes Land machen kann, was es will;
mich erinnert diese Vorgehensweise: "ich sag dir, was richtig/falsch ist", an Imperaliasmus bzw. Neo-Kolonisialismus. Der globale Norden hat diesbezüglich auch nicht absolute "Wertewahrheit", abgesehen davon dass hier auch ständig Menschenrechte gebrochen werden.

wenn du Strukturen schaffst, die diese Ausbeutung bedingen und dann Länder verurteilst, wo das vorkommt ... ja ... wie gesagt, ich finde die Vorgehensweise fragwürdig.
Ein Beispiel sind Kindersklaven auf Kakaoplantagen in der Elfenbeinküste:
Kakaobauern dort stehen vor einem finanziellen Disaster, nach dem der Weltmarktpreis für Kakao in den 1990ern in den Keller gegangen ist, und sie ihre Produktion nicht mehr finanzieren konnten. Die Folge war, dass man Kinder (statt Erwachsenen) auf den Plantagen arbeiteten ließ und diese ausgebeutet wurden (bzw. werden).
Wenn du Menschenrechte forderst, dann musst du auch die Strukturen, die zu den Ausbeutungsverhältnissen führen, ändern. Und in diesen Fall, liegt der Ball auch bei uns.


Zitat:

Sowohl? schickst du deine kinder/enkeln nach dem teppichknüpfen/nachhaltiger heu-arbeit noch auf die abendschule?


mir gehts gerade nicht darum, wie ich sie dahingehend ausbilden kann, mir "nachhaltigere" oder neue "tolle" Produkte effizienter zu fertigen.

mit diesen Absatz habe ich etwas anderes gemeint: mir geht es darum, dass Menschen die Möglichkeit haben, Know-How (Wissen und Praxis) für sich aneignen zu können, damit sie ihre (nicht unsere) Bedürfnisse befriedigen können.
die Effekte der Globalisierung alla "back to the roots" wirst du nicht rückgängig machen bzw. stoppen können, dahingehend auch nicht den Einfluss z.B. von Technologien ... Austausch, vor allem von Wissen und Information findet immer mehr statt
das entscheidende ist die Kontrolle über gewisse Lebensbereiche durch mehr Unabhängigkeit in der Form von Selbstbestimmung zu haben (z.B. im Bereich Arbeit/Versorgung), selbst zu wissen, was ich brauche



Zitat:
kinderarbeit (gutzuheissen) IST nachhaltig: es zementiert die gegenwärtige problematik

Kinderarbeit heiße ich nicht gut und bin ganz klar für Menschenrechte,
ich kann mich nur nicht mit den Gedanken anfreunden, der "Norden" wisse alles besser bzw. besitze die richtigen Werte und müsse deswegen die Welt verbessern, vor allem wenn er Strukturen so baut, die so eine Entwicklung begünstigen ... man kann zwar druck erzeugen, aber das allein ist es nicht ... für langfristig tragfähig halte ich z.B. die Einhaltung von Menschenrechten nur, wenn diese auch von den Ländern im "Süden" (selbst) mitgetragen werden, statt diese nur zu diktieren
 
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