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skillz
Titel: NSA zielt auf Österreich: Komplette Überwachung  BeitragVerfasst am: 07.04.2014, 13:12 Uhr
-.*.-


Beiträge: 3726
Wohnort: Graz
boom. in your face.

Zitat:

NSA ZIELT AUF ÖSTERREICH


* Eines der sechs Länder, deren komplette Telekommunikation die NSA
abhört und ein Monat lang speichert, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit
Österreich. Das Innenministerium schweigt.

Der Datenhunger der US-Geheimdienste ist schier unstillbar. Die
Enthüllungen des Ex-NSA-Mitarbeiters Edward Snowden fördern laufend neue
Erkenntnisse über die technischen Möglichkeiten zum Abhören und
Auswerten der Telekommunikation ganzer Länder zu Tage. Jüngste
Aufregung: Die NSA ist in der Lage quasi in die Vergangenheit zu
lauschen.

Von sechs Ländern soll demnach die komplette Kommunikation bis zu einem
Monat gespeichert werden können. Darin sind alle Telefonate (Handy und
Festnetz), sämtliche E-Mails und alle Kommunikationskanäle über
Online-Medien wie Twitter, Facebook, etc. enthalten. Rechtfertigung der
Amerikaner: Mit dieser Rückwärts-Speicherung sollen auch über Personen
Erkenntnisse gewonnen werden können, die zu einem möglichen Tatzeitpunkt
von Anschlägen noch nicht am Radar der US-Behörden standen.

Langsam lüftet sich auch der Schleier, welche die sechs Länder sein
könnten. Ein Ex-NSA-Vizechef outete nach Vorberichten der Washington
Post zuletzt wenig überraschend den Irak. Brisanter ist allerdings, dass
zumindest zwei Länder aus Europa von der Abhör-Offensive mit dem
Programm "Mystic" betroffen sind. Darunter soll sich ein
NATO-Bündnispartner wie Polen befinden, möglicherweise auch Frankreich.
Aus FORMAT vorliegenden Unterlagen und Aussagen geht allerdings mit sehr
hoher Wahrscheinlichkeit hervor, dass insbesondere Österreich eines der
sechs Länder sei, deren kompletter Datenverkehr für ein Monat
gespeichert wird. Dies wäre auch der logische nächste Schritt in Bezug
auf die Speicherung von Verbindungsdaten. Und: Das Innenministerium ist
über diesen Mega-Lauschangriff eingeweiht.

GEHEIMVERTRAG MIT ÖSTERREICH

Die Fakten: Wie zahlreiche Medien, darunter "Die Presse" schon im
Vorjahr berichteten, gibt es einen Geheimvertrag zwischen der NSA und
dem österreichischen Heeresnachrichtenamt (HNaA) über weitestgehenden
Informationsaustausch. Dieser Vertrag wurde zuletzt nach den
Terrorattacken vom 11. September 2001 erneuert und sichert dem
US-Militärgeheimdienst die Abschöpfung des kompletten Datenverkehrs
unseres Landes. Süffisant wurde in den letzten Jahren in informierten
Nachrichtendienst-Kreisen immer wieder berichtet: Österreich räume
ausländischen Diensten die Möglichkeit ein, die eigenen
Entscheidungsträger zu belauschen und stelle dafür auch noch die Daten
zur Verfügung. Neu ist jetzt, dass die NSA die technischen Möglichkeiten
hat, diese Datenflut 30 Tage lang zu speichern und auszuwerten.Aus
FORMAT vorliegenden Dokumenten, Gesprächsprotokollen und Aktennotizen
geht unzweifelhaft hervor, dass der Chef des heimischen Bundesamts für
Verfassungsschutz, Peter Gridling, spätestens seit 20. Dezember 2012
über diesen NSA-HNaA-Vertrag informiert war. Schon der Vorgänger von
Gridling scheint konkrete Anhaltspunkte und Hinweise auf diesen
Geheimvertrag gehabt zu haben. Immerhin war das dem Innenministerium
unterstehende BVT nicht untätig und hat im Vorjahr eine Anzeige bei der
Staatsanwaltschaft eingebracht. Auf diese Position zieht sich das
Ministerium bis heute zurück und verweist auf konkrete Nachfrage von
FORMAT auf die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und verweigert
Antworten auf genauer definierte Fragen.

Auch der Grün-Abgeordnete Peter Pilz hat eine Strafanzeige eingebracht.
Die Staatsanwaltschaft hat diese Anzeigen in einem Verfahren
zusammengelegt. Konkrete Auskünfte über den Verfahrensstand oder den
ermittelnden Staatsanwalt werden nicht gegeben. Die Vorwürfe betreffen
die Delikte "Geheimer Nachrichtendienst zum Nachteil Österreichs" und
"Militärischer Nachrichtendienst für einen fremden Staat".

ABHÖR-DREHSCHEIBE ÖSTERREICH

Es stellt sich die Frage, warum die NSA ausgerechnet Österreich zu einem
bevorzugten Ziel für Lauschangriffe gewählt hat. Die Erklärung liegt
einerseits in der hohen Dichte an internationalen Organisationen in
Wien, der historischen Nähe zu Russland und Osteuropa, sowie der
Vielzahl der technischen Überwachungsanlagen, die seit den 1960er Jahren
auf österreichischem Territorium errichtet wurden (Königswarte (Bild),
Neulengbach, etc.). Hinzu kommt die Kooperationsbereitschaft der Politik
und die günstige Rechtslage. So ist etwa die Preisgabe von Informationen
aus dem zuständigen Unterausschuss des Landesverteidigungsausschusses
verboten. Die zuständigen Minister Johanna Mikl-Leitner (Inneres) und
Gerald Klug (Heer) zeigten sich bei Fragen zur NSA auffallend wortkarg.



Links:
------
[1] http://www.format.at/articles/1414/524/ ... esterreich

_________________
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nomi
Titel:   BeitragVerfasst am: 07.04.2014, 17:34 Uhr



Beiträge: 654

Shocked
kommt net gaaanz unerwartet aba

uff

Evil or Very Mad

_________________
wo ist die realität ???
 
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skillz
Titel:   BeitragVerfasst am: 14.04.2014, 20:12 Uhr
-.*.-


Beiträge: 3726
Wohnort: Graz
Zitat:

"NSA arbeitet gegen Ziele in Österreich"

Holger Stark hat ein Buch über die NSA-Affäre verfasst - Er erklärt, warum der US-Geheimdienst großes Interesse an Wien hegt

Laut dem NSA-Kenner Holger Stark hat der US-Geheimdienst die Internationale Atomenergiebehörde IAEO in Wien infiltriert. Auf einer NSA-Liste von 122 abgehörten Politikern stehe keiner aus Österreich, so der Journalist im Gespräch mit dem STANDARD.

http://derstandard.at/1397302000942/Auf ... -US-Spione

_________________
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